Sonderfahrt Eifel im Juni 2015

Ausrichter: Hermi und Manfred Weber
Teilnehmer:
Harald Ahrens, Rita & Bernhard Albrecht, Lore Lachner, Gaby & Lutz Mürbe, Karin Prinzler,
Ilse & Burkhard Schlegel, Jenny & Harry Schreiber, Christel & Willi Zimmer

 

 

Sonntag 14.: Unsere erste Station ist Alsfeld. In der Altstadt wimmelt es von Menschen, denn heute ist hier Kräutermarkt. Wir sind verabredet mit der Kräuterfrau Erika Hamacher, um etwas über Kräuter zu erfahren. Aber dieser Exkurs muss ausfallen, denn Frau Hamacher fühlt sich außerstande uns etwas zu erklären, da sie keine Kräuter am Stand hat.
Bei diesem Gewusel von Menschen und Ständen ist von der schönen Altstadt nicht viel zu sehen und so treten wir den Rückzug an. Beim Griechen Akropolis legen wir im Biergarten einen längeren Zwischenstopp ein, denn bei den hochsommerlichen Temperaturen dürstet es uns. Anschließend bekommen wir Hunger und so genießen wir noch griechische Köstlichkeiten. Zurück am Stellplatz sitze wir in großer Runde und genießen die Sonne, die langsam hinter den Bäumen untergeht.

Montag 15.: Wir fahren nach Andernach. Auf dem großen Stellplatz direkt am Rhein richten wir uns ein. Am Nachmittag machen wir einen Bummel durch die Altstadt. Zum Abendbrot richten wir unsere Tische kreisrund ein. Es werden Brot, leckere Dosenwurst, Käse und Gurken von diversen Freunden aufgetragen. Alles mundet hervorragend. Später kommen von allen Seiten Getränke aller Art. Bei lauen Temperaturen sitzen wir lange zusammen.

 

Dienstag 16.: Großes Getröte zu nachtschlafender Zeit um 8.30 Uhr. Und warum? Weil Hermi Geburtstag hat.

Um 9.45 Uhr haben wir unsere erste Führung auf dieser Reise. Wir fahren mit dem Lift 4000m in die Tiefe der Erde und werden in Sachen Vulkane und Geysire in physikalischer und geologischer Hinsicht aufgeklärt. In anschaulichen Anlagen ist alles zu sehen und nachzuvollziehen. Am Ende der Führung befinden wir uns nicht in der Tiefe der Erde sondern genau 60 Stufen oberhalb des Einganges.
Den verlassen wir nun und fahren mit dem Schiff ca. 15min. und werden dann im Naturschutzgebiet Namedyer Werth zum höchsten Kaltwassergeysir der Erde geführt, der ca. alle 100min. die Fontäne auf ca. 60 Meter steigen lässt.

 

Am Nachmittag gemeinsame Geburtstagskaffeerunde.
Um 18 Uhr wird wieder gemeinsam gespachtelt, denn es gibt Gulasch mit Spätzle und genug zu trinken nach Wunsch.
Später fröhliche Runde bis zum Sonnenuntergang.

 

Mittwoch 17.: Heute sehr lange Weiterfahrt (8km) nach Plaidt. Im Vulkanpark-Info-Zentrum sehen wir zuerst einen sehr schönen und informativen Film über die verschiedenen Möglichkeiten von Vulkanen und deren Auswirkungen. Danach erklärt uns Herr Rohr sehr anschaulich die diversen Gesteinsarten (z.B. Basalt, Tuff, Bims), die durch Vulkane entstehen und wie sie seit Jahrtausenden genutzt werden. Ein Gang durch den Rauscherpark, mit der rauschenden Nette und riesigen Basaltblöcken, an denen noch die 2000 Jahre alten Arbeitsspuren, der Römer zu sehen sind runden den Vormittag ab.

  

 

Wir satteln die Hühner und fahren ca. 7km weiter zum Römerbergwerk. Hier mitten im Grünen richten wir uns ein. Um 14 Uhr holt uns Herr Schwarzer ab. Die Führung ist hochinteressant. Fast im Tagebau wurden hier unterhalb der ca. 15m dicken Bimsschicht der Tuffstein abgebaut und in eigens hierfür gebohrte Löcher mit Kränen nach oben geschafft. Außerhalb des Abbaugebietes sind allerlei römische Gerätschaften aufgebaut, die uns die Handwerkskunst (z.B. Mahlsteine, Steinsäge) veranschaulicht hat.
Nach ca. 1½ Stunden ist die Führung zu Ende und wir freuen uns bei sommerlichen Temperaturen auf einen gemütlichen Nachmittag.
Bis in den späten Abend wurde gezockt und geklönt.

  

 

Donnerstag 18.: Die 9 Kilometer nach Mendig sind schnell abgespult. Um 10.30 Uhr beginnt die Führung im Lava-Dom mit einem spektakulären Film über Vulkanausbrüche. Die Erde unter unseren Füßen bebte. Danach ein interessanter Rundgang durchs Haus mit vielen Experimentiertischen.

 

Anschließend gingen wir ein paar Hundertmeter zum Lava-Keller. Wahlweise 150 Stufen oder mit dem Fahrstuhl hinab. In über 30m Tiefe empfing uns eine gigantische Landschaft, die sich ca. 3km² unter der Stadt Mendig befindet. Hier wurde über viele Jahrhunderte unterhalb der ca. 15m dicken Bimsschicht Basalt abgebaut. Zurzeit werden hier in den Katakomben gerade die Aufbauten für einen Drakularfilm vorbereitet.

 

 

Den Nachmittag nutzen wir zur Regeneration, denn um 17 Uhr treffen wir uns in der nahegelegenen Vulkanbrauerei. Nach einer schönen Führung, mit Probe lassen wir uns zum Nachtmahl nieder. Das Essen ist so reichhaltig, dass sich der Tisch biegt und das Bier schmeckt ausgezeichnet; vor allen Dingen das Bier, das gestern beim Skat verloren wurde. Na, denn Prost.

 

  

 

Freitag 19.: Unsere Strecke geht heute durch die schöne Eifellandschaft. Nach 78 Kilometern erreichen wir den Stellplatz im Naturerlebnisdorf Nettersheim. Nur Rita und Bernhard kommen nicht an. Telefonisch sind sie nicht zu erreichen, weil Bernhards Handy defekt ist. Ein späterer Anruf von Bernhard klärt auf: Der Motor streikt und das Mobil ist in eine Werkstatt abgeschleppt worden. Fehlersuche beginnt.

 

Das Wetter weiß heute nicht was es will. Mal tröpfelt es, mal lässt sich Klärchen sehen. Ab Nachmittag bleibt es trocken und wir spazieren zu dem römischen Matronen-Heiligtum und den Streifenhäusern, die an der ehemals römischen Straße Trier-Köln liegen.

Heute ist Puffertag und so beginnen fleißige Hände zu schälen, zu reiben, zu mengen und zu braten. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn es schmeckt allen gut. Zur guten Verträglichkeit gibt es Jägermeister, Kümmel und Bier. Auch Rita und Bernhard sind mit einem Leihwagen gekommen und lassen sich die Puffer schmecken.

 

 

 

 

Samstag 20.: Nach 23 Kilometern ist der Großparkplatz am Freilichtmuseum Kommern erreicht. Von hier geht es ca.300m recht steil zum Eingang hinauf. Für Fußkranke ist ein kostenloser Pendelbus eingerichtet. Aus allen Teilen des Rheinlandes sind hier original Häuser und Hofstellen in der schönen Parklandschaft wieder aufgebaut; zum Teil mit Landwirtschaft und Viehhaltung. In einer alten Gaststätte haben wir auch rheinische Spezialitäten gegessen.

  

Ein absoluter Höhepunkt ist die Ausstellung Zeitgeschehen von 1760-1960 in einer großen Halle. Beim Eintreten ist man sofort in der früheren Zeit gefangen. Nachgebaute Häuserfronten, mit Einblick in die Fenster, in denen Menschen der jeweiligen Zeit wohnen bzw. arbeiten, machen diese Zeitreise zu einem wirklich einmaligen Erlebnis.
Wie man sieht, hat Rita noch ein Einkaufsnetz aus der sogenannten guten alten Zeit herüber gerettet.

 

   

 

 

 

Am Abend gehört der Parkplatz uns allein und so treffen wir uns zu einem kleinen Straßenfest an der Bambusbar.

 

Sonntag 21.: Wir fahren durch den hügeligen Nationalpark Eifel mit den schönen Dörfern und erreichen nach 17 Kilometern den Stellplatz in Gmünd direkt am Kurpark. Das Wetter ist unbeständig und so wird erstmal gezockt.

 

 

 

 

Am Nachmittag ist es warm geworden und die Sonne lacht, so bummeln wir durch den Kurpark, hören etwas Kurkonzert und besichtigen das Walderlebniszentrum.

Am Abend versammeln wir uns wieder um die Bambusbar und dann: Ab nach Bett!

 

 

 

Montag 22.: Die kürzeste Nacht der sogenannten >Weißen Nächte< liegt hinter uns und wir kurven die 17 Kilometer nach Rurberg ab. Der Stellplatz im Grünen ist gerade groß genug, so dass wir die angrenzende Wiese nicht in Anspruch nehmen müssen, denn heute regnet es ohne Unterlass. Für dieses Wetter haben wir das richtige Programm. Wir fahren mit dem Schiff von Rurberg über den großen Rurstausee nach Schwammenauel. Links an den Hängen sieht man die schönen Ferienhäuser und rechts begleitet uns der Nationalpark mit seinem Rotbuchen-Mischwald. Alles eine Augenweide fürs Gemüt. In Schwammenauel steigen wir in eine Bimmelbahn und machen eine Rundfahrt über Heimbach, verlassen zwischendurch die Bahn und lassen uns in dem neuen Brauhaus nieder. Das Essen kommt gerade rechtzeitig, denn pünktlich holt uns die Bimmelbahn wieder ab und bringt uns zum Schiffsanleger für die Rückfahrt nach Rurberg. Es regnet ohne Unterlass, so dass Aktivitäten heute nur in den Mobilen möglich sind.

 

 

 

Dienstag 23.: Wir fahren heute in das Schiefer- und Fachwerkstädtchen Monschau. Zuerst besuchen wir die historische Senfmühle von 1882. Hier wird noch nach eigenen Rezepten Senf in handwerklicher Qualität und auf kaltem Wege hergestellt. Nach einer sehr lockeren, scherzhaften und sachkundigen Führung, an der historischen Senfmühle, die noch zweimal in der Woche Senf liefert, haben wir die Möglichkeit genutzt und ausgiebig probiert. Außer den 21 Senfsorten gab es in dem angeschlossenen Laden auch diverse Schnäpse/Liköre und Wurst (Wildschwein und Rotwild) zu probieren. Da man natürlich auch kaufen konnte, sah ich später viele gefüllte Beutel.

 

Am Nachmittag gab es Schüttelkuchen von Hermi. Das Wetter ist leider unbeständig und so haben wir in den Mobilen Kaffeeklatsch abgehalten.  Danach haben wir uns die historische Altstadt angesehen.

 

 

     

 

Mittwoch 24.: Anreise nach Rheinbach (71km) auf den Stellplatz am Freizeitpark. Am Nachmittag gehen wir ins Städtchen zum Bummeln und Bügelschieben. Das Glasmuseum besuchen wir nicht, denn der schönste Ausstellungssaal ist heute wegen einer Feierlichkeit nicht zugänglich. Gegen 18 Uhr treffen wir uns im Brauhaus. Satt essen vom Buffet oder a´ la Carte und das selbstgebraute genießen. Nach dem Essen gab es ein paar nette Worte von Lutz darüber, dass diese Sonderfahrt recht viel Freude gemacht hat. Herzlichen Dank dafür. Ich kann nur hinzufügen, dass alle Mitreisenden zur harmonischen Fahrt beigetragen haben.

  

Zurück am Stellplatz konnten wir heute wieder bei warmem Wetter noch ein paar Stunden gemütlich zusammen sitzen.

  

Donnerstag 25.: Nach 25 Kilometern erreichen wir Ahrweiler und fahren die sehr enge und steile Straße zum Silberberg hinauf. Dort ist der Eingang des Regierungsbunkers. Da auf der Straße zum Silberberg ein sehr schmaler Tunnel zu durchfahren ist, mussten die großen Mobile unten auf dem Bus-Parkplatz verbleiben. Um 10.15 Uhr beginnt unsere Führung. Herr Riedel ist sehr kompetent und unterlegt seine Ausführungen mit schelmischen Bemerkungen. Der Regierungsbunker bestand aus drei Teilstädten und das Wegenetz zog sich über 17,2 Kilometer hin. Bis auf einen Teil von 200 Meter ist alles zurückgebaut, aber auf dieser Strecke ist alles Wesentliche zu besichtigen. Während der Nutzungszeit waren 188 Personen hier ständig beschäftigt. Für den Notfall, der ja nicht eingetreten ist, war für die Verfassungsorgane der Bundesrepublik Platz für 3000 Menschen, die hier 30 Tage autark überleben konnten. Dieser Notfall wurde regelmäßig unter echten Bedingungen geübt (Einzelheiten bitte unter Wikipedia nachlesen).

  

Am Nachmittag bummeln wir ins touristische Städtchen und bestaunen die schönen historischen Häuser und die Stadttore.

   

Diese zwei Grazien -genannt KaLo- genießen den Tag.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Abschlussabend genießen wir bei Pfirsichbowle und anderen leckeren Getränken draußen bei hochsommerlichen Temperaturen.

 

 

Freitag 26.: Individuelle Abreise in alle Himmelsrichtungen. Mehrere Mobile verabreden sich noch zu einem Zwischenstopp in Oelde. Dort in Pott´s Brauerei gibt es heute das bekannte Fischbuffet, das wir uns nicht entgehen lassen wollen.


Das war es nun wirklich; die Sonderfahrt ist endgültig zu Ende!

Oker-Löwe
   

 

 

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