Langzeitfahrt 2013 nach Marokko

 

Teilnehmer:
Herbert Danne & Marianne Weldt,
Erika Ortmann,
Hermi & Manfred Weber,
Christel & Willi Zimmer

 

 

Anreise

 

Sonntag 06.01.: Unsere Clubfahrt nach Hornburg ist zu Ende und so fahren wir direkt von hier los, der Sonne entgegen. Aber soweit ist es leider noch nicht. Der heutige Tag ist grau in grau und zeitweise nieselt es. Der Sonntagsverkehr ist mäßig und so erreichen wir bereits gegen 16 Uhr den Stellplatz (SP) in Polch. GPS 50°18‘22“N 07°18‘38“E Tageskilometer: 398

 

Montag 07.01.: 09 Uhr Abfahrt bei bedecktem Himmel, später etwas Nebel. In Frankreich zeitweise Sonnenschein.
Bei 10°C machen wir unsere erste Stehparty am SP Bazoilles, GPS 48°18‘09“N 05°39‘30“E,
Tageskilometer 334.

 

Dienstag 08.01.: Abreise 08.45 Uhr. Wir erreichen den SP Lapalisse, GPS 46°15‘00“N 03°38‘07“E, Tageskilometer 324.
Nach Ankunft machen wir einen großen Rundgang von ca. 4km. Temperatur 5°C.

 

Mittwoch 09.01.: Heute Abfahrt bereits um 08.30 Uhr, denn wir begeben uns auf die längste Teilstrecke unserer Reise. Nach langer Fahrt, zumeist über die kostenfreie A75, erreichen wir gegen  16.30 Uhr Gruissan, GPS 43°06‘12“N 03° 05‘59“E, Tageskilometer 479.
Ein Gang in den Ort und Einkauf bei Lidl und in einer Weinhandlung runden den Tagesablauf ab.

 

Donnerstag 10.01.: Heute geht es über die Grenze nach Spanien. Gegen 13 Uhr erreichen wir den P in Blanes, GPS 41°40‘08“N 02°47‘06“E, Tageskilometer 222.
Wir werden hier von Gaby und Lutz bereits erwartet. Bei schönem Wetter (15°C) machen wir am Nachmittag einen Gang über die Promenade und ins Städtchen und genehmigen uns den ersten Lumumba im Strandlokal. Am SP gibt es noch einen kleinen Umtrunk (Eierlikör und heißen Riesling) an unserem kleinen blauen Tresen.

 

 

 

 

Freitag 11.01.: Wir starten wieder gegen 9 Uhr und werden bei mäßigem Verkehr sauber um Barcelona herumgeführt. Gegen 14 Uhr erreichen wir den P am Hafen in Vinaros, GPS 40°27‘54“N 00°28‘39“E, Tageskilometer 287.
Bei strahlend blauem Himmel (17°C) bummeln wir die Promenade entlang und durch die Stadt
und genehmigen uns an unserer blauen Theke einen wohltemperierten Lumumba.

 

 

 

 

 

 Samstag 12.01.: Wir erreichen gegen Mittag unsere Zwischenstation, den CP Azahar, in Benicassim, GPS 40°03‘32N 00°05‘07“E, Tageskilometer 70. Wir beziehen unsere vorbestellten Plätze und richten uns ein.
Am Nachmittag geben wir einen Sektempfang für unsere Freunde vom WCO. Helmut erklärt uns das volle Programm der kommenden Woche, anlässlich der Feierlichkeiten zum St. Antoniusfest.
Für heute ist Tanzabend im Restaurant am CP angesagt.  

 

 

 

Sonntag 13.01.: Um 11.20 Uhr machen wir uns auf den Weg in die Stadt.
Wir gehen ins Casa Vincente, wo wir ein drei Gänge Menü (Salat, Paella, Nachtisch, inklusive Wein) für 8,50€ genießen. Anschließend noch ein Bier bzw. Kaffee im Gambrinus und dann treten wir den Rückweg an.
Nun ist Ausruhen angesagt, denn um 18.30 Uhr gehen wir wieder in die Stadt. Das Abendprogramm sieht einen Umzug der Festkönigin vor. Dieser Programmpunkt ist leider ausgefallen. Wir verbringen unsere Zeit im Gambrinus, bis zur spektakulären Stierschau. Viele junge Männer reizen die Stiere und verschwinden dann schnell zwischen den Gitterstäben. Der letzte Stier wurde mit Feuerfackeln auf den Hörnern versehen. Ein imposanter Anblick. Es war ein interessanter Abend.

 

 

 

 

 

Montag 14.01.: Um 10 Uhr Abmarsch zur Likörfabrik. Die Führung war recht unspektakulär, aber die Probierzone in Saal 6 hat uns alle zufriedengestellt. Mit leichten Schritten sind war dann zur Klärung unserer Magenverhältnisse ins Chinesische Lokal gewechselt.

Zufrieden haben wir danach den Heimweg angetreten und waren nach insgesamt sieben Kilometer Fußmarsch wieder am CP zurück. Gegen 17 Uhr haben wir uns dann alle wieder zur glücklichen Stunde an unserer blauen Theke eingefunden und dem Lumumba sein Recht zukommen lassen.

 

 

Dienstag 15.01.: Der Vormittag ist sehr arbeitsam, einkaufen und Mobil waschen.
Um 13 Uhr treffen wir uns alle (18 Personen) bei Renate und Edmund.
Es gibt geräucherte Forellen, lecker! Danke euch Beiden!

Es wird ein vergnügter Nachmittag, der sich bis zum Abend hinzieht.

 

 

 

Mittwoch 16.01.: Die im Programm vorgegeben Aktivitäten reizen uns heute nicht so. Also bummeln wir an der Promenade und um 16.30 Uhr gehen wir zur Grillparty. Für 125 Personen wird hier heute gegrillt. Das Feuer lodert auf der Straße vor dem Restarant (in Deutschland undenkbar). Die Glut wird später ausgebreitet und die gefüllten Grillroste hineingelegt. Alles dauert ein paar Stunden bis es soweit ist, aber dann bekommt jeder einen gut gefüllten Teller.

Gambrinus hat heute das Nachsehen, denn später gehen wir zum CP und nehmen ein paar kleine Absackerchen vor den Mobilen.

 

  

 

 

 

 

 

 

Donnerstag 17.01.: Heute ist Feiertag zu Ehren des hl. Antonius. Alle Geschäfte sind geschlossen und das offizielle Programm sieht u.a. eine religiöse Prozession vor. Wir gehen am Nachmittag über die Promenade in die Stadt, nehmen beim Gambrinus an der Straße Platz und lassen den Zug an uns vorüberziehen. Um 18 Uhr gibt es dann vor der Kirche noch eine Tanzvorführung und für uns ein paar Tapas und Bierchen im Gambrinus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 20 Uhr gehen wir bei 16°C heim
und machen den Abschluss traditionsgemäß an unserer blauen Theke.

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag 18.01.: Heute ist Großkampftag -der Paellatag!

Es beginnt um 9 Uhr auf dem großen Platz am Bahnhof mit einem Volksfrühstück, das die Kommune bezahlt. Später bummeln wir durch die Stadt und sehen in allen Straßen die Menschen draußen sitzen. Sie bereiten ihre Paella vor und alle paar Meter werden mittags die Feuer entfacht.
Um 11 Uhr öffnet das Gambrinus und wir holen uns Bier und den obligatorischen Strohhut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser CP-Besitzer hat in einer Seitenstraße auch alles für die Paella hergerichtet. Tisch, Stühle, mehrere große Paellapfannen und reichlich Feuer. Bei Bier, Wein und sonstigen Getränke sitzen wir und schauen den Vorbereitungen zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

Da alles vom CP-Besitzet kostenlos zur Verfügung gestellt wird, gibt es zum Schluss für die fleißigen Helfer Geschenke (hierfür wurde vorher von jedem zwei Euro eingesammelt), die der Engländer Moss mit vielen freundlichen Worten verteilt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am späten Nachmittag bummeln wir durch die voll besetzten Straßen und kommen mit vielen Anwohnern in Kontakt.

 

An unserer blauen Theke beenden wir am Abend einen schönen Tag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag 19.01.: Nach dem herrlichen Wetter der letzen Tage, wurde für heute Regen angesagt und wir haben vor Tajine zu machen und die Freunde vom Platz einzuladen.

Unsere Vorbereitungen laufen und das Wetter ist warm, aber bewölkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 13.30 Uhr ist alles fertig und Gaby kommt mit leckeren Schinken-Muffins als Vorspeise und danach wird die Lamm-Gemüse-Tajine aufgetragen.
Wir sind gerade fertig mit Essen, da fängt es tatsächlich, wie vorhergesagt, an zu tröpfeln. Also alles einpacken und mit Getränken bewaffnet schieben wir uns bei Lutz unter der Markise ein.

Den dritten Gang, Hermi hat Mascarpone gemacht, nehmen wir hier ein.

 

 

Wir plauschen noch ein paar Stunden, der Himmel wird wieder blau, dann ist allgemeiner Aufbruch.

 

 

 

 

 

 

Sonntag 20.01.: Nach der Feierwoche in Benicassim, streben wir nun unserem Hauptziel Marokko entgegen. Heutige Etappe ist der P in Tavernes-Platja. GPS 39°04‘54“N 00°12‘46“W. Tageskilometer 154. Temp. 16°C, starker Wind, Sonnenschein.

Als Mittagessen gibt es heute >Grüne Bohneneintopf<, den Hörbi und der Südstadtlöwe aus den übriggebliebenen Teilen der gestrigen Tajine (Gemüse und untere Teil der Keule) lecker gekocht haben. Hier auf dem Platz gibt es ein Wiedersehen mit vielen Bekannten. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang auf der Flaniermeile, mit einem Päuschen bei einem Lumumba. An den Mobilen gibt es dann den Abschiedstrunk von Gaby und Lutz, die ihre Weiterfahrt von hier aus individuell starten.

 

Montag 21.01.: Wir erreichen unser Ziel, den P in Playa Flamenca GPS 37°55‘54“N 00°43‘39“W gegen 13 Uhr (Temp. 17°C). Tageskilometer 199.
Beim >Times Square< essen wir ein reichhaltiges und schmackhaftes Buffet für 7€.
Nach dem Ausruhen vertreten wir uns die Beine; weil wir so lange nach einer Apotheke gesucht habe, sind wir erst nach 7,4km zurück an den Mobilen.

 

 

Dienstag 22.01.: Heute fahren wir bei strahlend blauem Himmel fast ausschließlich auf der Autobahn (A7/E15) nach Guardias Viejas. GPS 36°42‘08“N 02°50‘40“W. Tageskilometer 320. Wir parken am hohen Schilfrand, denn der Wind ist sehr böig. Der Himmel verdüstert sich, aber Regen gibt es nur sehr wenig. Am späten Nachmittag machen einige einen ausgedehnten Spaziergang am Strand entlang. Auf der über einen Kilometer langen Piste stehen nur etwa ein Dutzend Mobile. Unser Rundgang führt uns unterhalb der Burgruine durchs Dorf zurück (3,8km). Die Nacht wird unruhig, denn der Wind lässt -bei sternenklarem Himmel- nicht nach.

 

 

Mittwoch 23.01.: Auf der A7 und N340 fahren wir z.T. direkt an der Küste entlang und haben bei blauem Himmel herrliche Ausblicke.
Gegen 14 Uhr erreichen wir den Lidl Parkplatz in Palmones, GPS 36°10‘53“N 05°26‘21“W Tageskilometer 314. Zuerst kaufen wir die Fährtickets bei >Carlos<. Hin- und Rückfahrt Algeciras-Ceuta (alt. Tanger) für ein Mobil inkl. zwei Personen 200€; handeln war nicht möglich. Danach Großeinkauf bei Lidl. Nun endlich ins Sonneneckchen gesetzt und ein Bierchen genossen. Mit dabei sind unsere Clubfreunde Monika und Gerhard, die aus Portugal gekommen sind und uns hier freundlich begrüßt haben. Ihre weitere Fahrt geht langsam wieder nordwärts in Spanien.

 

 

Marokko wir kommen!

 

Allgemeines:

Für die Einreise nach Marokko ist ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass notwendig. Für einzuführende Fahrzeuge ist eine grüne Versicherungskarte erforderlich.

Es gibt in Marokko alles zu kaufen, aber nicht alles was wir gerne hätten. So ist es sinnvoll, sich Wurst, Käse, Butter und H-Milch reichlich mitzunehmen.

Fährkarten gibt es preiswert im STA-Büro (Carlos) in Palmones. Hier bekommt man auch die Einreiseanträge, so dass sie schon vorher in Ruhe ausgefüllt werden können und Geldwechsel ist hier auch schon möglich (z.Zt. 1€=10,50MAD)

Bei Ein- Ausreise über die spanische Enklave Ceuta ist hier die Möglichkeit gegeben nochmals preiswert einzukaufen. Bei der Ausreise am spanischen Kontrollpunkt wird man entweder durchgewunken oder man muss kurz seinen Pass vorzeigen.

 

Donnerstag 24.01.: Bereits um 05.30 Uhr fahren wir die wenigen Kilometer zum Fährhafen Algeciras und stehen vorn in der Reihe und haben nun Zeit für Toilette und Frühstück. Die Fähre fährt fast pünktlich um 08.08 Uhr ab und legt exakt eine Stunde später in Ceuta an. Die Personen- und Zollabfertigungen bei der Einreise nach Marokko gehen ohne Verzögerung vonstatten, denn es wurden neue Abfertigungsschalter gebaut und die Ein- und Ausgaben werden mit Hilfe von Computern durchgeführt, toll! Die guten Männer (privat, wir geben ein Trinkgeld von 1€)), mit den langen Mänteln, sind auch noch da und helfen, obwohl es auch ohne sie einwandfrei funktioniert. Der Zoll hat nicht kontrolliert, sondern nur durchgewunken. Leider hat uns das Wetter im Stich gelassen. Alles grau in grau und ab und zu ein bisschen Regen. Temperatur 14°C. Wir tanken und zahlen für Diesel 0,835DH (~076€). Das sind Friedenspreise!

Zu unserem Ziel haben wir noch 32 Kilometer. Wir haben die Uhren eine Stunde zurückgestellt und erreichen um 10.30 Uhr den CP Boustane in Martil, GPS 35°37‘44“N 05°16‘40“W. Der Platz ist recht ordentlich. Kosten: 10,50€ (inkl. Duschen, Strom (6A) V/E, WLAN). Tageskilometer 50 (plus Fähre). Am CP kaufen wir uns eine marokkanische Gasflasche (130MAD, gefüllt), die wir überall wieder tauschen können. Der Anschluss passt ohne Adapter.

Heute Nachmittag trinken wir im Restaurant am CP unseren ersten echten Pfefferminztee und besprechen unseren morgigen Tag. Danach machen wir einen Bummel durch Martil (leider mit Regenschirm) und besuchen den kleinen Markt.

 

 

Freitag 25.01.: Wir werden um 10 Uhr von zwei Taxen am CP abgeholt und fahren nach Tetuan. Am Place Al Jala steigen wir aus und die Fahrer bekommen den Auftrag uns hier wieder abzuholen. Leider regnet es heute ziemlich oft, so dass wir das Programm etwas verkürzen. Wir werfen einen Blick auf die Medina und gehen dann in den Souk. Die sonst so staubigen Gänge, sind heute ziemlich matschig. Ab und zu haben wir Mühe, die so >fürsorglichen Führer< wieder los zu werden. Für 15DH lasse ich mir die Haare schneiden und die Freunde haben viel Spaß dabei. Im Souk finden wir Tajinen aus Alu und kaufen gleich vier Stück; so haben wir diese Freundesaufträge gleich erledigt. Hörbi entdeckt einen Maroc-Telecom Laden und wir kaufen einen Stick inklusive Karte für vier Wochen (290DH). Ein guter Preis, handeln war nicht möglich. Nach dem Souk genießen wir einen Minztee und anschließend werfen wir noch einen Blick auf den königlichen Palast. Trotz Freitagsgebet sind viele Menschen auf den Straßen unterwegs. Wir warten pünktlich am Treffpunkt auf unsere Taxen, aber oje, es kommt nur eine. Macht nichts, wir warten ein paar Minuten und winken uns dann eines heran. Der Regen hat inzwischen aufgehört und ab Morgen soll das Tief durch sein.

Um 17 Uhr treffen wir uns zum Abendessen, das sehr gut gemundet hat, im CP-Restaurant und besprechen den nächsten Tag.

 

 

 

Samstag 26.01.: Das Wetter hat sich kolossal  gebessert und um 09.30 Uhr gehen wir bei Sonnenschein auf die Piste. Wir durchfahren eine herrliche grüne Berglandschaft . Auf Höhe 717m erreichen wir den CP Azilan in Chefchaouen, GPS 35°10‘32“N 05°16‘01“W bei Sonnenschein. Tageskilometer 77.

 

Am Nachmittag sitzen wir in trauter Runde beim Kaffee und besprechen den nächsten Tag.

 

Chefchaouen von oben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend machen wir uns auf den steilen Trampelpfad am alten Friedhof vorbei nach unten.

Dort bummeln wir durch die wunderschöne blaue Medina, natürlich mit Minzteepause und fahren anschließend mit dem Taxi (30DH) wieder hinauf zum CP.

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag 27.01.: Auf dem Weg nach Volubilis halten wir an dem Motel Rif. Der SP ist in Ordnung, es ist auch ein Hotel angeschlossen, aber einen Laden, der biologisch angebaute Produkte anbieten soll, gibt es nicht.

Die Ausgrabungen in Volubilis, GPS 34°04‘16“N 05°33‘09“W, besichtigen wir nach unserer Mittagspause. Leider ist von dieser 2000 Jahre alten römischen Stadt, die damals ca. 15.000 Einwohner zählte nicht mehr allzu viel erhalten, da viele Steine für andere Bauten verwendet wurden.

 

 

Übernachten ist hier auf dem P nicht möglich und in der nahe gelegenen heiligen Stadt Mouly Idriss gibt es auch keine Übernachtungsmöglichkeit, so dass wir nach Fes auf den CP >Diamant Vert< GPS 33°59‘13“N 05°01‘06“W weiterfahren. Tageskilometer 268. Der CP ist in einem erbärmlichen Zustand; das ist wohl auch der Grund, dass hier außer uns nur noch drei Mobile stehen. Hier wird gebaut und der Regen der letzten Woche hat alles sehr matschig gemacht. Wir lassen uns davon nicht entmutigen, holen die blaue Theke heraus und plaudern noch etwas über die Tagesereignisse. Um 21 Uhr kommt noch ein Stadtführer zu uns, mit dem wir den Ablauf des morgigen Tages absprechen.

Unterwegs gab es auch heute wieder viel zu sehen. Die wunderschöne grüne Hügellandschaft mit den vielen Oliven- und Eukalyptusbäumen und der Feldwirtschaft. Andererseits die z.T. erbärmlichen Behausungen der Menschen und das Treiben der Menschen in den Ortschaften, die wir durchfahren haben. Heute mal eine Anmerkung zu den Straßenverhältnissen: Der Verkehr ist mäßig und die Straßen sind z.T. sehr gut. Häufig tauchen aber auch Schlaglöcher auf, die recht tief sind, so dass sie unbedingt umfahren werden müssen, wenn man sich keinen Schaden einfangen will.

 

Montag 28.01.: Von den ca. 51 Millionen Marokkanern leben ca. 1,7 Millionen in Fes. Einer von ihnen, Hanaf Elouafi, Tel.: 00212-67240156, E-Mail: guide-elouafi@hotmail.com (als Stadtführer buchbar) holt uns um 10 Uhr mit Minibus und Fahrer vom CP ab. Wir fahren zuerst in die Außenbezirke und beginnen am Königspalast. Von dort aus besuchen wir das Judenviertel und fahren anschließend zur alten Festung hoch, von wo aus sich ein herrlicher Blick über Fes zeigt. Tief unten in der Festung beginnt ein 17 km langer Tunnel, der unter Fes hindurch verläuft und in kriegerischen Zeiten genutzt wurde.

 

 

 

 

 

Anschließend fahren wir in eine Keramik-Kooperative,
in der die Handwerker und Künstler ausgebildet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere nächsten Ziele liegen alle in der Medina, in der ca. 400.000 Menschen leben und es ca. 3000 Handwerker und Geschäfte gibt. Wer fremd in diese Welt eintaucht, findet allein aus diesen engen Gassen, in der es kein Auto und kein Moped gibt, nicht mehr heraus. Wir werden natürlich in verschiedene Geschäft hineingeführt und es werden uns auch einige Vorträge über Teppiche, Medizin, Textilien (Weberei) usw. gehalten. Zwischendurch gibt uns Hanaf immer Erläuterungen, zu verschiedenen gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhängen.

Willi hat sich als Djelaba-Model engagieren lassen

 

 

 

 

 

 

Am frühen Nachmittag erreichen wir ein schönes Restaurant, in dem wir sehr marokkanisches ein kleines Fünfgänge-Menü essen, zum Sonderpreis von 120DH.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss besuchen wir noch die seit dem 14.Jhd, bestehende Gerberei, mit angeschlossenem Lederverkauf.

Anm.: Wir haben in vielen Geschäften nichts gekauft und das war auch kein Problem!

Nach 17 Uhr war unsere Führung beendet und der Fahrer erwartete uns. Er muss aber tagsüber sehr viel zu tun gehabt haben, denn auf dem Heimweg geht ihm der Diesel aus. Nach ca. 20 Minuten ist er mit 5 Liter zurück und gegen 18.30 Uhr sind wir am CP. Herzliche Verabschiedung von Hanaf und dann gehört die blaue Theke mal wieder uns. Wir lassen die Ereignisse des Tages Revue passieren, besprechen den nächsten Tag und dann Tschüß!

 

 

Dienstag 29.01.: Wir verlassen den unwirtlichen CP >Diamant Vert< , passieren den schönen Luftkurort Ifrane, mit der Eliteuniversitär, fahren an Azrou vorbei, hinauf auf Höhe 1842m.

Der herrliche Zedernwald mit den vielen sehr alten Bäumen empfängt uns bei 19°C. Auch die Makakenaffen sind hier zu sehen und lassen sich fotografieren.

Nach einem Bummel durch den Wald und ausgiebiger Mittagszeit fahren wir weiter und passieren den Col du Zad (H2178m).

 

Gegen den 14.30 Uhr erreichen wir den sehr gepflegten kommunalen CP in Midelt, GPS 32°40‘39“N 04°44‘16“W, Tageskilometer 199.

Bei 23°C gibt’s eine Kaffeerunde und es wird etwas klariert. Am Abend die blaue Theke…

 

 

 

 

 

 

Mittwoch 30.01.: Die heutige Fahrt geht weiter durch den mittleren Atlas (größte Höhe 2007m). Alles leicht zu fahren, weil es nicht steil bergauf geht und die Straßen sehr gut sind. Die Berge haben ihr Grün verloren und das Land und die Berge zeigen ihr Rosa-Rot. Kurz nach Mittag erreichen wir kurz hinter Errachidia die Oase Source bleu de Meski. GPS 31°51‘25“N 04°17‘01“W. Tageskilometer 159.

 

Wir stehen inmitten von Palmen und das Wasser im Schwimmbecken (aus der blauen Quelle) ist schon 20°C warm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag machen wir einen Gang durch die Palmen und der kleinen, mit Wasserwirtschaft betriebenen, Feldwirtschaft, zur Burgruine. Hierzu müssen wir einen Bach überqueren, über den zwei Palmenstämme liegen. Die meisten kehren um, nur Willi und ich gehen weiter.

 

Später finden wir alle im Laden von >Josef< beim Teetrinken wieder.

Nach dem Abendessen beschließen wir an der blauen Theke,
hier noch einen Tag länger zu bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag 31.01.: Wir genießen den Tag bei 25°C in der Oase.
Am späten Nachmittag steigen wir die 46 Stufen hoch und gehen in das armselige 3000 Seelendorf. Aber so sehen die meisten dieser Dörfer aus, mit schmalen Gassen, so dass gerade ein Auto durch passt. Die Wege krumm und staubig. Die Häuser meistens aus Lehm und Stroh gebaut. Hier und da ein Minigeschäft oder ein Handwerker in kleinsten Räumen.

 

 

 

 

 

 

 

Der einzige Lichtblick in diesem Ort ist eine gut ausgestattete Mühle. Hier bringen die Leute, meist in kleinen Säckchen, Korn oder Mais zum Mahlen her.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

         

 

An der blauen Theke gibt es heute Abend Lumumba. Gute Nacht!

 

 

 

 

 

Freitag 01.02.: Wir verlassen die schöne Oase Meski. Die Auffahrt ist sehr steil und feucht, so dass Erikas Mobil mit den Vorderrädern durchdreht. Das kommt davon, wenn man hinten in der Garage so viele schöne Sachen hat.
Wir lassen einen Traktor kommen und für 100DH ist das Problem gelöst.

Auf guter Straße geht es weiter bis Erfoud. Dort weist uns die Navi in eine falsche Straße, aber Hilfe kommt sofort. Hassan ist bereit, mit uns zu dem 10 Kilometer entfernten Ausgrabungsplatz zu fahren, wo wir den Braunschweiger >Stefan< bei Ali vermuten. Aber Stefan ist nach zwei Monaten Aufenthalt bei Ali vor einigen Tagen abgefahren. Wir telefonieren und hören, dass er z.Zt. in Marrakesch bei der Polizei ist, weil er versucht hat, nach Algerien rüber zu fahren. Bei Ali gefällt es uns nicht und so fahren wir zurück nach Erfoud und machen einen Halt an der Fabrikation von Fossilien, bei Hassan seinem Bruder. Hier werden sehr schöne Sachen aus Ausgrabungen hergestellt. Von Tischplatten, Waschbecken, Springbrunnen und Kleinteilen, kann man hier alles erwerben. Wir kaufen ein bisschen Souvenir und fahren weiter
nach Merzouga
, ins ERG-Chebbi-Gebiet, zur Auberge La Traditionale, GPS 31°04‘51“N 04°00‘20“W, Tageskilometer 138. Es ist der östlichste Punkt unserer Reise. Wir sind etwa 25 Kilometer von der algerischen Grenze entfernt.

Hier richten wir uns gemütlich ein, mit der hohen Sanddüne, direkt vor uns (ca. 200m hoch) und lassen uns den Wurstsalat, den Erika vorbereitet hat, bei Wein und Bier gut schmecken. Danach erstmal Augenpflege.

Am späten Nachmittag gehen Marianne, Willi und ich Richtung >Hohe Düne<. Auf dem dorthin kehren Marianne und Willi um. Den Aufstieg muss ich leider allein gehen. Mit vielen Pausen und zeitweise auf allen Vieren erreiche ich die Spitze und freue mich über den kolossalen Rundblick. Ich warte bis zum Sonnenuntergang und trete dann im Dämmerlicht den Rückweg an. Am Platz angekommen wartet schon >Barrak<, der Auberge-Betreiber, darauf, dass wir unsere Anmeldung machen. Beim Tee möchte er uns gerne seine Wüstentour verkaufen. Als er hört, dass wir schon gebucht haben (bei Hassan aus Erfoud) wird er ziemlich böse. Aber letztlich renkt sich alles wieder ein. Unter einem klaren sternenreichen Himmel sitzen wir noch in gemütlicher Runde zusammen.

  

                                                            Aufstieg: Letztes Drittel

 

 

 

Samstag 02.02.: Um 9 Uhr holen uns zwei Geländewagen zur Wüstentour ab. Zuerst das >Schwarze Dorf<. Hier wohnen seit längerem nur noch Menschen aus Schwarzafrika. Sie erfreuen uns eine halbe Stunde mit afrikanischer Musik und Tanz.

 

Auf der Weiterfahrt durch Sand- und Steinwüste machen wir Halt an Steinhügeln, wo wir Panoramaausblicke haben und Fossilien suchen können. Später halten wir auch bei Nomaden, die z.T. in Zelten, andererseits aber auch schon in festen Häusern leben. Diese Halbnomaden ziehen mit ihren Tieren, zumeist Ziegen, alle paar Monate weiter.

 

 

Zum Schluss essen wir köstlich (Salat und Berber-Omelette) in einer neuen Auberge (Ksarmerzouga) und sind um 14.30 Uhr wieder an den Mobilen.

Das Wetter ist weiterhin mehr als gut, Temperatur. 25°C, keine Wolke und vor allen Dingen kein Wind.

 

 

 

 

 

 

Nach dem Ausruhen spielen Willi, Herbert und ich einen wüsten Skat in der Wüste.

 

Am späten Nachmittag ziehen zwei Kamelkaravanen (je 15 Stück) mit Touristen in die Wüste, um eine Nacht im Zelt dort zu verbringen.

 

Für den Abend haben wir Essen (Suppe und Berberpizza) in unserer Auberge bei Barrak bestellt.

 

Wir besprechen unseren Tag und beschließen am nächsten Tag weiter zu fahren. An den Mobilen nehmen wir einen Gute-Nachtrunk unter dem eindrucksvollen Sternenhimmel.

 

 

 

 

 

 

Sonntag 03.02.: Um 9 Uhr starten wir und erreichen um die Mittagszeit Goulmima, GPS 31°41‘12“N 04°57‘31“W, Tageskilometer 144.

Der CP Les Tamaris (H1022m) ist sehr gepflegt und bietet alles was man braucht.

Am Nachmittag machen wir einen Bummel durch den Ort und zum Abend spendieren Christel und Willi Bockwürste mit Brot und Hermi reicht Brouchetta dazu.

 

 

Montag 04.02.: Zuerst ist heute ein Bankbesuch angesagt; alle müssen Geld wechseln.

Anschließend gehen wir in das vom CP ca. zwei Kilometer entfernte Ksar (Wehrdorf). Einer wollte sich unbedingt als Führer aufdrängen, aber mit energischen Worten sind wir ihn losgeworden. In diesem 900 Jahre alten Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Obwohl es einen sehr museummalen Eindruck macht, ist es noch bewohnt. Beim Gang durch das alte Dorf, mit seinen z.T. sehr dunklen Gängen, begegnen wir immer freundlichen Bewohnern. Da es als UNESCO Kulturerbe anerkannt ist, fließen somit auch Zuwendung zur Erhaltung hier her und man sieht auch an vielen Stellen Stabilisierungs-Maßnahmen aus Beton.

 

  

                                                                                                                                                           Eukalyptusblüten

Am CP essen wir ein leckeres Berber-Omelette (25DH). Nach der Kaffeezeit war allgemeines Klarieren an den Mobilen. Danach ein kleines Schlückchen und dann wurde es zu frisch draußen.

 

 

Dienstag 05.02.: Um 09.30 Uhr starten wir.

Die schmale aber gute Straße führt uns durch eine Landschaft, wie das sprichwörtliche

>Wilde Kurdistan<.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach ca. 110 Kilometern erreichen wir die grandiose >Todra Schlucht<, die wir am Flussbett durchfahren. Das Wasser hat sich hier in Jahrmillionen durch den Fels gefressen, so dass die Bergwände z.T. überhängen und bis ca. 300m aufragen. Auf einem seitlich gelegenen Parkplatz stellen wir unsere Mobile ab und gehen ein wenig zu Fuß durch die Schlucht.

Noch 11 Kilometer und wir erreichen gegen 14.30 Uhr den CP Le Soleil, der alles hat und sehr gepflegt ist, in Ait Quaritane.
GPS 31°32'51"N 05°35'25"W, Tageskilometer 158.
Sonne pur in Höhe 1366m.

Am Nachmittag machen wir einen Rundgang durchs Dorf und am Abend statt der blauen Theke, einen Minztee im CP-Restaurant.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch 06.02.: Heute ausruhen, Mobile klarieren und einige unserer Frauen traktieren die Waschmaschine.

 

Für mittags haben wir uns alle Tajine (jeder nach seinem Geschmack) am CP-Restaurant bestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach getaner Arbeit kommt die blaue Theke zum Vorschein
und wir trinken gemütlich einen Kümmeloder waren es zwei?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag 07.02.: Die Fahrt geht heute über Tinerhir, Boumalnes in die Dades Schlucht. Wir fahren sie 40 Kilometer rein, bis zum Ort Msemrir.

Der Fluss Dades führt reichlich Wasser und somit sind auch überall Menschen ansässig. Auf der ganzen Strecke wird Feldbau betrieben und Restaurants und Aubergen bieten sich reichlich an.

Die Schlucht weitet sich zeitweise aus und zeigt uns wunderbare z.T. in den Jahrmillionen ausgewaschene Felsformationen. Die Straße führt uns zeitweise auf Flußhöhe und bringt uns dann wieder nach oben, bis auf 2066m, so dass wir tief in die Schluchten hinabblicken können. Felsen und Häuser, wie auch andernorts, alles in Rosa-Rot.

Die Dades-Schlucht ist wesentlich abwechslungsreiche als die Todra-Schlucht.

 

  

 

 

 

 

Wir fahren zurück über Boumalne und weiter bis auf den CP Kas Kaissar in El Keela M´Gouna,
GPS 31°15'18"N 06°06'23"W, Tageskilometer 200.

 

 

Wir sehen in der Ferne den schneebedeckten Atlas.

Die Sonne leckt am Schnee und somit ziehen ein paar Schleierwolken vorüber und bieten uns einen feuerroten Himmel.

 

 

 

 

 

 

Freitag 08.02.: Wie so häufig kommen wir auch heute wieder in zwei Polizeikontrollen und werden, wie immer, durch gewunken. Wenige Kilometer vor Quarzazate kommt ein Stausee in Sicht und mehrere wunderschöne Kasbahs. Sie sind aber alle neu und nicht, wie üblich, aus Lehm sondern aus Beton erbaut.
Hier ist in den letzten Jahren eine Filmindustrie erstanden und so sind viele Antik- und Bibelfilme hier gedreht worden.

Wir erreichen den CP Quarzazate, GPS 30°55‘24“N 06°53‘12“W, Tageskilometer 93.

 

 

Am Nachmittag machen wir uns auf und gehen die zwei Kilometer zur Kasbah Taourirt. Sie ist von außen sehr imposant und für 20DH können wir sie auch von innen besichtigen. Sie ist sehr groß, aber alle Räume sind leer. Interessant ist die verwinkelte Bauweise und in den oberen Geschossen die bemalten Zedernholzdecken.

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg sehen wir noch -heilige- Störche, denn sie haben sich auf dem Minarett der Moschee häuslich eingerichtet.

 

Außerdem wird eingekauft, was man so braucht und an den Mobilen gibt es noch den Scheidebecher.

 

 

 

 

 

 

 

Samstag 09.02.: Unser nächstes Ziel ist in 35 Kilometer Entfernung das Weltkulturerbe Ait Benhaddou, das Ksar aus dem 11. Jhd., welches wir fußläufig, durch den Fluss auf Sandsäcken und Steinen, erreichen. Seit zwei Jahren gibt es auch eine Fußgängerbrücke, die völlig unpassend ist und von der UNESCO bezahlt wurde.

  

 

In dem Ksar haben früher ca. 150 Familien gelebt, heute sind es noch zehn. Für 50DH haben wir einen Führer genommen, den man zwar nicht braucht, aber so sehen wir ein paar dunkle Ecken die wir sonst übersehen hätten. Uns werden auch viele alte Werkzeuge und Haushaltsgeräte gezeigt. Wir steigen über mehrere Etagen durch eine Kasbah, in der früher zehn Familien gelebt haben. Weiter geht es kreuz und quer nach oben, bis wir auf dem höchsten Punkt den Agadir sehen. Unterwegs gibt es einige Händler und Künstler.

 

Einer malt Bilder mit Safran, Indigo blau und Tee mit Zucker. Nachdem er die Umrisse gemalt hat, hält er das Bild über eine Gasflamme, so dass der Zucker verbrennt und die braune Farbe zum Vorschein kommt. Das Ergebnis ist ein wirklich schönes Bild.

 

Nach der sehr interessanten und anstrengenden Führung haben wir uns einen Tee verdient. Es ist Mittag geworden und so nutzen wir hier unsere Mittagspause.

Die weiteren 150 Kilometer führen uns bis auf eine Höhe von 1707m. Hier oben gibt es sogar noch Feldwirtschaft. Später fahren ins Gebiet des Safran-Anbaues, dem teuersten Gewürz, das es gibt.

Wir erreichen den CP Toubkal (H1044m) in Taliouine, GPS 30°31‘22N 07°53‘38“W, Tageskilometer 190. Umsäumt von einer Bergkette genießen wir in einem grünen Eckchen, auf dem gut gefüllten CP unsere Kaffeezeit und bekommen Besuch von Campern aus Gifhorn. Die Heimat lässt grüßen.

 

Sonntag 10.02.: Die ersten ca.70 Kilometer bewegen wir uns auf ca. 1700m Höhe und fahren ständig neben einem trockenen Flusslauf, die Berge begleiten uns rundherum. Trotzdem weiden hier in dem riesigen Tal viele viele Schaf- und Ziegenherden. Hin und wieder sehen wir kleine Dörfer, wie Vogelnester an den Berghängen oder in den Mulden liegend.

Wir erreichen den Pass (H1888m) und sehen später auf der Südseite reichlich Mandelbäume in weiß und rosa; z.T. scheint schon das Grün durch. Die fantastische Berglandschaft überrascht uns immer wieder mit bizarren Felsformationen.  Die Straße (R106) ist über weite Strecken hervorragend. Allerdings dort, wo wir ein Flussbett queren, ist sie meistens sehr holperich und ausgewaschen. Gegenverkehr ist sehr gering; auf der gesamten Strecke nur ca. ein Dutzend Autos. Dafür mehr Esel und Hunde.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Tafraoute, GPS 29°43‘18“N 08°58‘46“W, Tageskilometer 204. Der CP Les 3 Palmiers ist natürlich überfüllt und so stellen wir uns, wie schon früher, nebenan auf die riesige Oase mit ca. 100 weiteren Mobilen.

Der Nachmittag ist zum Faulenzen da.

 

 

Montag 11.02.: Am Vormittag gehen wir in den Ort und kaufen ein. Babuschkas für Marianne und einen Windabweiser für Willi seinen Grill. Ich kaufe mir für kleines Geld eine Feldküche, wie Lutz sie hat. Endlich was Vernünftiges!

Für den Nachmittag haben wir den Frisör auf den Platz bestellt. Viermal wird geschnitten, was die Schere hergibt, seht nur! Diese Orgie muss begossen werden.

 

 

 

Dienstag 12.02.: Heute ist Markt in Tafraoute. Gestern haben wir bereits zwei Kilogramm Rinderkeule gekauft und heute wird das Gemüse geholt, damit wir eine gute Tajine machen können. Bei einem guten Gewürzhändler kaufen wir vier Mal ein Kilogramm Tajinengewürz. Mit kurzen und langen Löffeln hangelt der Händler aus ca. zehn Gewürzen ein gutes Gemisch zusammen. Freunde zu Hause freut euch! Viele Hände bereiten nun vor und so köcheln um 12 Uhr zwei Tajinen. Es wird ein Festessen!

 

 

 

 

 

Am späten Nachmittag wird noch eine Sangria von Marianne gereicht
und bei hochsommerlichem Wetter lassen wir es uns gut gehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun kommt noch ein fliegender Händler über den Platz und bietet Solaranlagen an.
Willi ist ein bisschen unterversorgt und so lässt er sich preiswert noch eine 135Watt Paneele aufsetzen.

Heute Abend ist kein Wind und wir können den Sternenhimmel lange genießen

 

 

Im Ort sehen wir Kinder, die auf der Mauer ein Spiel aufgemalt haben
und mit Kronenkorken und Steinchen Dame spielen. Improvisation ist alles!

 

 

 

 

 

 

Mittwoch 13.02.: Kurz nach unserer Abreise hinter Tafraoute sehen wir ein Kuriosum.
Ein mutiger Mensch hat sein Haus direkt unter einem Fels gebaut, der jederzeit abrollen könnte!

 

Wir fahren weiter über den Anti-Atlas, auf guten, wenn auch sehr schmalen Straßen, die nur ca. 3,50m breit sind, aber rechts und links noch einen ein Meter breiten Pistenstreifen haben.
Die Felder, zumeist wird Weizen angebaut, sind auch hier wieder häufig in Terrassen angelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir erreichen den schön angelegten CP Station Thermal (Hommes) in Abaynou, GPS 29°05‘47“N 10°01‘04“W, Tageskilometer 176, nahe Guelmim. Dies ist der südlichste Punkt unserer Reise.

Beim Einparken streife ich die hintere Stoßstange an einem französischen Mobil. Nun fehlt ein Eckchen, das die Versicherung bezahlen muss. Bei mir kein Schaden.

 

Das Thermalbad, auf unserem CP ein Becken nur für Männer, nutzen nur Willi und ich und stellen fest, dass das Wasser sehr schön warm ist, aber die gesamte Anlage einer größeren Reinigung bedarf. Alles in allem, also nicht sehr lohnenswert und so bleiben wir auch nur eine Nacht.
Übrigens, das Becken für die Frauen ist auf einem anderen CP, auf der gegenüberliegen Straßenseite.

 

 

 

Donnerstag 14.02.: Die Berge auf der heutigen Fahrt sind großenteils mit Kakteen bepflanzt, die schon die roten Früchte zeigen, die sehr schmackhaft sind, aber deren Stacheln auch sehr empfindlich stechen. Die 61 Kilometer haben wir heute flott abgespult und erreichen Sidi Ifni, GPS 29°23‘04“N 10°10‘25“W, Tageskilometer 61. Wir parken an der Straße vor dem CP >Sidi Ifni<, aber er ist voll! Auch die beiden anderen fußläufig erreichbaren CP sind nahezu besetzt. Letztlich kommen wir auf dem Platz vor dem CP Sidi Ifni noch unter.
Auf dem Nachbar CP El Barco treffen wir einen früheren Arbeitskollegen, der hier schon seit fast drei Monaten steht. Ein fröhliches Wiedersehen und ein langer Plausch bei Bier und Wein, oh wie schön.

Ein Unglück kommt selten allein. Gestern der Titsch am französischen Mobil und heute ist mein linker äußerer Reifen platt. Die Monteure kommen, der Reifen wird mitgenommen und kommt nach einer Stunde mit einem neuen Ventil zurück. Am späten Nachmittag gibt es einen fürchterlichen Knall. Alles läuft zusammen. Mein Reifen hat >schlagartig< die Luft verloren. Der Reifen ist auf einer Länge von ca. 30cm geplatzt. Also wird die Reifenreparatur wieder geordert.

Seit gestern sind wir fast auf Seehöhe und haben auch nachts noch 16°C.

 

Freitag 15.02.: Ein Tag zum faulenzen und klarieren. Ich selbst warte auf einen neuen Reifen, der aus Agadir kommen soll. Aber ich warte umsonst, denn wir sind ja schließlich in Marokko. Gegen Abend ist immer noch kein Reifen da und so lasse ich den Reservereifen wechseln.

Den sommerlichen Abend genießen wir bei einer Sangria, die Hermi uns auftischt und laden unsere spanischen Nachbarn, Nerva und Antonio dazu ein. Antonio ist ein Kommunikationswunder. Er kennt alle und spricht mit Gott und der Welt. Zu uns gesellt sich noch kurzzeitig eine Deutsche, die hier um die Ecke wohnt und heute zu Besuch bei Antonio ist. Zu später Stunde ist die Sangria alle und das Bett ruft.

 

Samstag 16.02.: Um 8 Uhr rufe ich den ADAC in Agadir an. Ein Rückruf wird klären, wo ich einen neuen Reifen bekomme. Gegen 9 Uhr verlassen wir das Surfer-Paradies Sidi Ifni.

 

 

 

Unser erster Halt ist nach ca. 11 Kilometer der Strand bei Leghzira, mit den rosa Felsen. Es ist Ebbe und wir können weit über die Klippen laufen. Leider steht die Sonne am Vormittag hinter den Felsen, so dass sie nicht so schön leuchten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Weiterfahrt entfernen wir uns etwas vom Meer. Das hügelige Land ist bewachsen mit Arganienbäumen, auf denen wir auch Ziegen sehen und Kakteen, deren Früchte langsam reif werden, wunderschön anzusehen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um Mittag erreichen wir Tiznit, und parken zunächst auf dem Parkplatz gegenüber dem städtischen CP, weil dieser komplett besetzt ist.

 

Am Nachmittag besuchen wir den Suk, der an einem Samstag natürlich gut besucht ist. Besonders auffällig sind die vielen Schmuckgeschäfte, denn Tiznit ist das Eldorado des Silberschmucks und war früher auch eine Waffenschmiede.

Die Stadtmauer ist noch vollständig erhalten und sehr schön. Heute gönnen wir uns wieder eine gemütliche Teepause.

Zurück an den Mobilen stellen wir fest, dass der Parkplatz leer ist und erfahren, dass übernachten hier nicht erlaubt ist. Also suchen wir den etwa einen Kilometer entfernten Serviceplatz auf.

GPS 29°41‘44“N 09°42‘30“W, Tageskilometer 80.

Hier stehen uns auch alle Annehmlichkeiten, wie auf einem CP zur Verfügung.

 

 

 

Sonntag 17.02.: Heute Morgen versteckt sich die Sonne erstmals seit Wochen hinter Schlierenwolken. Wir verlassen den Servicepark und stellen uns auf den Parkplatz des Supermarktes Marjane in Agadir, GPS 30°23‘44“N 09°34‘53“W, Tageskilometer 90. Soweit so gut. Nach Geschäftsschluss um 22 Uhr kommt der private Sicherheitsdienst und will uns wegschicken. Mit viel Gerede und Geschick gelingt es, mit etwas Dirham als Bonbon, das Bleiben zu ermöglichen. Gute Nacht.

 

Montag 18.02.: Frau Grätz (ADAC) gibt heute Morgen die Adresse der Reifenfirma durch (Rue 9 Juliette 49). Schnell sind wir dort und es ist auch ein Reifen meiner Größe vorrätig. Nach 1½ Stunden ist alles erledigt und wir fahren zum Fischereihafen (GPS 30°25‘35“N 09°37‘07“W).

Wir erkunden etwas den Hafen und finden viele Fischtrawler, die fast nur noch aus Rost bestehen. Einer wird gerade entladen; er war zwei Monate auf See. Der Fisch, auf Eis, eingepackt in Pappkartons, geht auf ebenso alten LKWs auf Reisen ins Inland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Fischessen schieben wir uns an Nummer 20 der vielen langen Tische ein, genießen die Atmosphäre und bestellen gegrillte Seezungen und Doraden. Als Vorspeise gibt es einen kleinen Salat und Oliven. Die Fischplatten selbst reißen einen heute nicht vom Hocker. Die Fische sind ziemlich mickerich.

 

Nach dem Essen fahren wir auf den CP Atlantica d´Imourane, bei Tamraght, GPS 30°30‘29“N 09°40‘53“W, Tageskilometer 26. Dieser CP hat gehobenen europäischen Standard.

 

 

Wir lassen den Maler Rachid zu uns kommen und suchen uns aus seinen dicken Katalogen Bilder für unsere Mobile aus.
Er macht sich auch gleich an die Arbeit und nach gut zwei Stunden haben wir alle unsere Wunschbilder.

 

 

 

Heute ist der Himmel erstmals ganz bewölkt, aber es ist warm. Am späten Abend gibt es ein paar kurze Regenschauer.

 

 

 

Dienstag 19.02.: Wir werden mit Sonnenschein geweckt und fahren am Vormittag mit dem Bus nach Agadir rein. Wir bummeln durch den Suk, kaufen dies und das und essen in einer der vielen Garküchen leckere Tajine für kleines Geld (25DH).

 

Außer den imposanten Hotels an der Küste bietet Agadir keine Besonderheiten, denn die Stadt ist 1960 durch ein Erdbeben fast vollständig zerstört worden.

So fahren wir am Nachmittag wieder zum CP, genießen die Sonne und Marianne bietet uns ein leckeres Eis mit Früchten an.
Danach machen wir einen Bummel ans Meer, über die sogenannte Platte, wo z.Zt. auch wieder Mobile frei stehen dürfen, weil die umliegenden CP alle überfüllt sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch 20.02.: Wir umrunden Agadir nach Süden auf der Ausfallstraße und nehmen die N10 nach Taroudannt. Auf der Strecke sehen wir intensivste genutzte Landwirtschaft. Es gibt Feldwirtschaft, ausgedehnte Gewächshäuser, Orangenhaine und Arganienbäume, die z.T. von den Ziegen abgeerntet werden und haben immer den schneebedeckten Hohen Atlas im Auge. Kurz vor Taroudannt müssen wir den breiten trockenen Fluss Sousse in einer Furt durchqueren, weil die Brücke gerade renoviert wird, aber sonst waren die Straßen, wie fast immer, auch heute sehr gut.
Wir erreichen die Stadtmauer von Taroudannt, GPS 30°28‘25“N 08°52‘14“W, Tageskilometer 97 und haben Glück, dass wir gerade noch Plätze bekommen. Es stehen hier ca. 30 Mobile.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Taroudannt zeigt sich von seiner besten Seite.

Gegenüber vom SP liegt der Stadtpark, das Minarett spiegelt sich wunderschön im Kanal und überall blüht es wunderbar.

 

Die Stadt wirkt sehr aufgeräumt und ordentlich. Am Nachmittag bummeln wir durch die Stadtmauer, besuchen den Souk und genießen das buntes Treiben beim Tee.

 

Zurück an den Mobilen rotten wir uns um die blaue Theke und haben ein paar gemütliche Stunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag 21.02.: Die Straße führt uns heute von H255m auf den Hohen Atlas über den Tizi n´Test H2092m. Diese Straße (R102, gebaut 1926-32) war früher die wichtigste Verbindung zwischen Taroudannt und Marrakesch. Heute steht hierfür eine Autobahn von Agadir ausgehend zur Verfügung, so dass diese Straße nicht mehr gepflegt wird. Sie ist meistens nur ca. drei Meter breit und talwärts nicht gesichert. Manchmal gibt es auch Felsüberhänge. Trotzdem ist es eine der schönsten Straßen Marokkos, mit grandiosen Ausblicken, über das Sousse Tal, mit den tiefen Tälern in denen ganz entlegene Berberdörfer zu sehen sind und den Blick hoch auf die schneebedeckten Berge.

 

 

 

 

Die Fotos zeigen leider nicht die Tiefe und Weite, wie das Auge.

 

 

 

 

Der Sousse führt auch etwas Wasser, das bei Quirgane aufgestaut wird. Allerdings ist der Stausee z.Zt. nur sehr gering gefüllt.
Zwei Kilometer hinter dem Ortsausgang Quirgane, biegen wir von der Straße ab und erreichen einen sehr schönen Parkplatz im Grünen. GPS 31°11‘09“N 08°03‘54“W, Tageskilometer 164.

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag verdunkeln leider ein paar Wolken die schneebedeckten Berge, aber wir holen die blaue Theke raus und trinken im Sonnenschein eine kalte Lumumba.
Anschließend überströmen Herbert und Willi ihre deutschen Gasflaschen von den Marokkanischen.

 

 

Freitag 22.02: Durch herrliche grüne Landschaft geht es heute Morgen nach Marrakesch, GPS 31°37‘26“N 07°59‘46“W, Tageskilometer 62.

Marrakesch ist neben Fes, die bedeutendste Stadt des Landes. Sie ist mehr als tausend Jahre alt und war Königsstadt verschiedener Dynastien und ist die berberischste Stadt, im Gegensatz zu den arabisch geprägten anderen Königstädten.

 

Wir beziehen den Parkplatz an der Koutoubia Moschee, von dem aus fußläufig -in wenigen Minuten- das Zentrum zu erreichen ist. Von den wenigen Plätzen die vorhanden sind, erwischen wir die letzten, weil wir zu günstiger Zeit (10.30 Uhr) hier ankommen, sonst hätten wir auf einen zehn Kilometer außerhalb liegenden CP ausweichen müssen.

 

 

 

Nach ausgedehnter Mittagspause mieten wir uns eine Pferdekutsche und umrunden Marrakesch, vorbei an der Stadtmauer, den vielen kleinen Parks, den Luxushotels und Wohnhäusern.

 

Der schneebedeckte Hohe Atlas glänzt in der Ferne.

 

Wir passieren den Königspalast und den anschließenden >sozialen Wohnungsbau<, der leider ziemlich heruntergekommen aussieht, weil die Marokkaner wohl nicht allzu viel von Ordnung halten.

 

Vorbei an der Medina sind wir nach knapp einer Stunde zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir bummeln über den >Platz der Gehängten< Djemma el Fnaa und sehen viele Kleinsthändler, Gaukler und Scharlatane, die die Menschen belustigen wollen.

 

Dieser gute Mann verkauft Zähne und Gebisse.

Anprobieren kostet nichts; ein Gebiss wird schon passen.

 

 

 

 

 

 

Und dieser Verkäufer schläft den Schlaf
des erfolgreichen Geschäftsmannes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In dem vor einigen Jahren abgebrannten Café Panoramic, das wieder hergerichtet ist, trinken wir einen lausigen Tee, haben aber einen tollen Blick über den Suk und den Djemma el Fnaa.

 

Anschließend machen wir noch einen kurzen Rundgang durch den Suk und dann geht’s zurück zum Ausruhen zu den Mobilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Später treffen wir uns wieder und wollen das abendliche Treiben am Djemma el Fnaa. erleben. Die Atmosphäre hier ist unbeschreiblich, das muss man erlebt haben!

 

Dazu gehört natürlich auch ein Essen, an den -jeden Abend neu aufgebauten- Garküchen; es sind wohl so um die fünfzig Stück. Wir erwehren uns lange den aufdringlichen Aufreißern und lassen uns dann an der Garküche Numero 12 nieder. Wir haben auf exotisches Essen, wie z.B. ausgekochter Schafskopf verzichtet und essen Tajine Kefta bzw. diverse Fleischspieße. Es hat allen gut gemundet und nehmen als Nachtisch an einer der Fruchtbuden ein Glas frisch ausgepresste Orangen, hmm lecker.

Das Koutoubia-Minarett weist uns den kurzen Weg zurück zu den Mobilen.

 

 

 

 

 

Samstag 23.02.: Heute Morgen haben sich die Frauen frei genommen und sind ohne Männer bummeln.
Herbert und ich gehen auch los, besuchen die Medina und bestaunen die ganz schmalen Gassen -z.T. nur gut einen Meter breit- mit den Wohnhäusern, in die man manchmal hineinblicken kann.

 

Am Nachmittag gehen wir noch einmal durch den Suk und besuchen die Ben Yousouf Medersa. Leider wollen sie für den Eintritt 50DH haben; dieses ist unverschämt viel und so verkneifen wir uns das.
Der lange Weg durch den Zuk macht durstig und so genehmigen wir uns -na was? Einen Tee natürlich!

 

Hier sehen wir einen Künstlerhof im Suk.

 

 

 

 

Abends müssen wir noch einmal das bunte Leben auf dem El Fnaa erleben und freuen uns über die Marokkaner, die bei den Musikdarbietungen nicht nur zuschauen sondern eifrig mitmachen.

 

Das beleuchtete Koutoubia-Minarett im Vollmond

 

 

Sonntag 24.02.: Auch die heutige Strecke führt uns durch intensiv landwirtschaftlich genutztes Gebiet, mit ausgebautem Wasserwirtschaftssystem, für die Felder und die riesigen Olivenplantagen.

Im Hügelland sehen wir später auch Terrassenfelder. An den vielen schönen neuen Häusern, die hier in der Landschaft stehen, erkennt man, dass es den Menschen hier gut geht.

 

 

 

 

 

Um die Mittagszeit erreichen wir den CP Zebra, mit hohem europäischen Standard, (geführt von Renate und Paul aus den NL), in Ouzoud, GPS 32°00‘19“N 06°43‘13“W, Tageskilometer 160.

 

Hier die erste Toilette aus der Anfangszeit des CP vor sieben Jahren.

 

 

Den schneebedeckten Mittleren Atlas im Anblick genießen wir die Sonne auf Höhe 841m

 

 

 

 

 

 

 

Montag 25.02.: Hier am CP wird jeden Morgen Brot im alten traditionellen Ofen und Crepes selbst gebacken. Hmm lecker!

 

   

 

 

Nach dem Frühstück wandern wir ca. 1,5km auf krummen Wegen hinab ins Dorf zum Wasserfall. Die Wasser stürzen in einem wildromantischem Kessel über mehrere Kaskaden 110 Meter tief hinab. Ein toller Anblick von oben.

Erika und ich (die anderen möchten nicht) machen uns aber auch auf den Weg nach unten. Es schlängen sich 503 Stufen plus lange Schrägen nach unten. Kleine wilde Affen begleiten uns entlang der Bäume und Sträucher.
Die Sonne steht schräg über dem Fall, so dass es nicht einfach ist gute Fotos zu machen. Oben wieder angekommen, erwarten uns die Freunde beim Tee, den wir uns natürlich jetzt auch noch gönnen.

Zu Mittag haben wir uns alle etwas am CP bestellt, das dort von dem einheimischen Personal frisch zubereitet wird. Es hat allen gut gemundet.

Am Nachmittag geben wir uns dem Sonnenbaden hin.

 

 

 

Dienstag 26.02.: Heute haben wir eine längere Strecke vor uns. Wir wollen nach Qualidia, in die Lagune, aber daraus wird nichts.
Zuerst fahren wir ein ganzes Stück zurück durch das schöne Hügelland, um dann die Großrichtung Nordwest einzunehmen. Unterwegs merke ich schon, dass sich die Gänge schwer einlegen lassen. Nach der Mittagspause geht vorerst gar kein Gang einzulegen, aber irgendwie lässt sich dann der 2. Gang einlegen. Während der Fahrt sind alle Gänge schaltbar, wenn auch hakelig. Wir beschließen während der Fahrt, Qualidia auszulassen und El Jadida anzufahren. Wir erreichen den CP International, GPS33°14‘24“N 08°29‘19“W, gegen 16 Uhr. Tageskilometer 364. Die Schönheit des Platzes, wie ich ihn kenne, hat stark eingebüßt, alles ist sehr ungepflegt. Er ist trotzdem gut gefüllt und wir finden gerade hier und da noch einen Platz.

Ich telefoniere erst mal wieder mit dem ADAC-Agadir und bekomme die Auskunft, dass es Mercedes-LKW in Casablanca gibt. Ich werde also morgen früh nach dort aufbrechen, Inschallah. Den Freunden empfehle ich hierzubleiben und sich die >Citi Portugaise< anzuschauen. Danach sehen wir weiter. Heute Abend erst noch mal eine Runde Kümmel am Mobil, Prost.

 

Mittwoch 27.02.: Ich schleppe mich mit defekter Kupplung zu Mercedes-Benz nach Casablanca, GPS 33°31‘24“N 07°40‘59“W, Tageskilometer 101. Dies waren für die nächsten sieben Tage die letzten Tageskilometer, denn beim Ausbau der Kupplung wird ein Bruch festgestellt. Ein Teil der Kupplung ist am Lager, der andere Teil muss aus Deutschland eingeflogen werden. Die kommende Woche wird also der P vor Mercedes-Benz unser Domizil sein. Mal sehen, was Casablanca außer der riesigen Moschee Hassan II noch zu bieten hat.

 

 

 

Donnerstag 28.02.: Gegen Mittag kommen die Freunde aus El Jadida. Sie haben dort gestern, wie vorgesehen, die Cité Portugaise besichtigt, eine alte Burganlage mit Zitadelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Mittagspause setzen sie die Reise fort. Ihr nächstes Ziel ist Rabat. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind dort das sehr schöne Mausoleum Mohamed V., aus den 1960er Jahren
und der danebenliegende Säulenwald, die Anfänge einer riesigen Moschee aus dem12. Jhd., mit dem Hassan-Turm.

 

 

 

 

 

Hermi und ich erkunden am Nachmittag die nähere Umgebung hier an der Peripherie von Casablanca.

 

Freitag 01.03.: Für heute haben wir ein Taxi gemietet und lassen uns in die City fahren. Für die zehn Kilometer bis zum Place Mohamed V. brauchen wir fast eine Stunde. Hier schlägt das Herz der Stadt, alle Banken, Versicherungen, Industrieunternehmen und natürlich auch die bekannten Hotels haben sich hier in der Umgebung niedergelassen.

Casablanca ist die größte Stadt Marokkos mit über fünf Millionen Einwohnern. Diese Stadt lockt die Menschen an und alle hoffen hier dem ärmlichen Leben vom Land entfliehen zu können.

Wir machen in Begleitung unseres Taxifahrers einen Bummel durch die große Medina. Anschließend fahren wir zur touristischen Hauptattraktion der Stadt, zur Moschee Hassan II. Es ist eine der größten Moscheen der Erde und ragt ins Wasser des Atlantiks hinein. Sie stellt somit den westlichsten Endpunkt der islamischen Welt dar. Das riesige Bauwerk wurde erst 1993 eingeweiht hat Unsummen von Geld verschlungen und ist 60m hoch und 100m breit. Das Minarett hat eine Höhe von 200m. Da gerade das Freitagsgebet stattfindet (unser Taxifahrer geht auch hinein), können wir es von innen nicht besichtigen. Von meinem letzten Besuch weiß ich, dass die riesige Halle eine ornamentale Vielfalt hat und die Wände ausgeschmückt sind mit Mosaiken und Steinmetzarbeiten.

Anschließend fahren wir am Meer, mit dem schönen Sandstrand und der viele Kilometer lange Promenade entlang, die eine Vielzahl von Restaurants aller Art vorhält. Auf unserer Rundfahrt kommen wir sowohl an Bungalowsiedlungen, Wohnblockvierteln (neue und ältere, die schon wieder abbruchreif aussehen) und an Slums vorbei. Nach einem Großeinkauf sind wir am frühen Nachmittag wieder zurück.

 

Samstag 02.03.:

Sonntag 03.03.: Wir stehen weiterhin auf dem Parkplatz von Mercedes Benz und vertreiben uns die Zeit mit erkunden der Umgebung. Wie alles in Marokko, sind neue und alte Wohnviertel direkt beieinander. Auch das Neue sieht in dieser ungepflegten Gegend schon wieder trostlos aus, aber in den Vierteln ist reichlich Leben. Geschäftchen und Verkaufsstände gibt es massenhaft; wer soll das bloß alles kaufen, wo die meisten Leute doch sehr arm sind?

 

Montag 04.03.: Es ist 11 Uhr und ich bekomme die Nachricht dass die Kupplung gerade vom Flughafen Agadir abgeholt wird und anschließend zur Transportgesellschaft CTM gebracht wird, so dass sie morgen früh in Casablanca ist.

 

Dienstag 05.03.: Um 8 Uhr fahre ich mit dem Taxi zu CTM in die Innenstadt. Es ist bei diesem Verkehr eine Tortur. Nach einer Stunde haben wir es geschafft. Das Paket ist abholbereit. Dann zurück. Bei Mercedes heißt es nun wieder warten. Gegen Mittag wird am Fahrzeug angefangen zu arbeiten. die Mittagszeit dauert hier statt angegebener einer Stunde natürlich gute 1½. Die Reparatur wir heute nicht fertig und das Mobil steht auch nicht zur Verfügung, also ab ins Hotel.

 

Mittwoch 06.03.: Den ganzen Tag Reparatur.

 

Donnerstag 07.03.: Fertigstellung der Reparatur. Bei der Probefahrt wollen die Meister unbedingt mit mir an einer exklusiven Tee- und Suppenbude einkehren; einfach, aber guuut.

 

Nach Erledigung der Formalitäten geht die Fahrt zügig über die Autobahn zur Grenze Marokko-Spanien. Die Ausreise verläuft überaus zügig (ca. 15Min). Im Fährhafen Seuta stehen sehr viele Fahrzeuge vor uns. Es sind allein über fünfzig Wohnmobile. Die letzte Fähre geht um 22 Uhr, aber wir kommen leider nicht mehr mit, da sie voll ist.

 

Fazit Marokko

Das Land hat uns viel gezeigt. Es ist landschaftlich sehr schön. und abwechslungsreich. Die Geographie reicht von den Stränden des Mittelmeeres und des Atlantiks, bis in die schneebedeckten berge des Atlas und anderer Gebirge. Es gibt sehr viel Ödland aber auch große Gebiete mit intensiv geführter Landwirtschaft. Marokko kann sich selbst versorgen.

Die Menschen begegneten uns überall sehr freundlich. Die Bettelei der Kinder am Straßenrand ist in einigen Gebieten -die viel von Campingfahrzeugen befahren werden- ziemlich intensiv, aber nicht gefährlich. Wir haben einen Steinwurf und einen Anspuckversuch erlebt.

Gegenüber unserer letzten Reise durch Marokko vor acht Jahren, hat sich vieles geändert:

-Es gibt die Schulpflicht und selbst in entlegenen Gebieten werden die Kinder teilweise mit den gelben Schulbussen gefahren.

-Der Straßenverkehr hat enorm zugenommen. Das erstreckt sich auf Fahrräder, Mopeds und natürlich Autos, sowohl Pkw, wie LKW. Besonders auffällig sind die unzähligen Taxis, die einen sehr preiswert befördern.

-Das Straßennetz ist dicht. Frühere Pisten sind heute oft asphaltiert. Die Qualität der Straßen ist sehr unterschiedlich; es gibt sehr gute und auch schlechte.

-Auch der Hausbau ist im Aufschwung. In den ländlichen Gebieten werden einzelne kleine Häuschen gebaut und in den Städten, wie auch jetzt zu sehen in Casablanca, werden ganze Viertel mit Wohnblocks gebaut.

-Die Infrastruktur der Campingplätze hat sich auch stark verbessert. Die Preise liegen bei ca. 30 bis 75DH/Nacht. (1€ ca. 10,80DH)

-Der König Mohammed VI ist aufgrund der Neuerungen, die er eingeführt hat (z.B. Schulpflicht, Rechte der Frauen, Ansiedlung großer Wirtschaftsunternehmen, Förderung der Landwirtschaft usw.) sehr beliebt. Er wird sogar verehrt. Nicht nur in öffentlichen Gebäuden, auch in privaten Räumen findet man häufig sein Bild.

-Fazit: Marokko ist auf einem guten Weg.

Wir kommen wieder, inschallah!

 

 

 

 

 

Freitag 08.03.: Nach der Überfahrt erreichen wir gegen Mittag den P in Estepona GPS 36°24‘55“N 05°09‘34“W und treffen dort unsere Freunde, die -bei leider regnerischem Wetter- hier, in dem schönen Städtchen, gewartet haben.

Aber heute ist das Wetter wieder schön und so fahren wir nach dem Essen nach Nerja, beziehen den Parkplatz unterhalb der N340, GPS 36°45‘00“N 03°52‘44“W, Tageskilometer 210 (von Seuta aus).

Wir bummeln in das nahe Zentrum, mit den schönen Gassen und besuchen den Balkon Europas, ein schöner Aussichtspunkt entlang der Küste. Der bronzene Spanier ist immer dabei.

 

An der blauen Theke legen wir unseren weiteren Ablauf fest. Für das Paella-Essen aus der riesengroßen Pfanne am Strand von Burriana sind wir heute zu spät; na dann beim nächsten Mal.

 

 

 

 

 

 

Samstag 09.03.: Unsere heutige Fahrt geht sowohl an Steilküste, mit herrlichen Ausblicken, wie auch über Autobahn.

In Playa Macenas beziehen wir den Parkplatz am Strandrestaurant bei Antonio. GPS 37°04‘39“N 01°51‘02“W, Tageskilometer 233.

Nach dem Mittagessen im Restaurant und einer ausgiebigen Mittagsruhe, machen wir einen Spaziergang zum restaurierten Wachturm aus dem 13. Jhd.

Wir erklimmen die 89 Stufen und genießen einen herrlichen Blick übers Meer, bis nach Mojacar.
Auf den Hügeln hinter uns stehen auf den Gipfeln hier und da riesige Villen -armes Spanien.

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag 10.03.: Nachdem das Wetter der letzten Tage gemischt war, fahren wir heute bei strahlend blauem Himmel nach Los Narejos, GPS 37°45‘42“N 00°49‘43“W, Tageskilometer 184.

Wir werden von Gaby und Lutz freudig begrüßt, die auch erst heute Morgen hier angekommen sind. Gaby hat einen Kuchen gebacken und so setzen wir uns nach der Mittagsruhe in großer Runde zusammen und es gibt viel zu erzählen. Später machen wir noch einen Bummel ans Wasser, denn wir sind hier am Mar Menor, dem Surferparadies. Es weht meistens ein heftiger Wind, darum fahren wir auch ungern auf die andere Seite nach La Manga.

 

 

 

 

 

 

Montag 11.03.: Gegen Mittag rutschen wir rüber nach Playa Flamenca, GPS 37°55‘54“N 00°43‘39“W, Tageskilometer 28.
Diese Zwischenstation nutzen wir zum Großeinkauf beim benachbarten Mercadońa
und Erika besucht hier Freunde aus Braunschweig. Auch wir werden zu Julia und Peter Töpfer eingeladen. Es wird ein schöner und unterhaltsamer Nachmittag.

 

 

Dienstag 12.03.: Das nächste nahegelegene Ziel ist Guardamar del Segura, GPS 38°04‘53“N 00°31‘06“W, Tageskilometer 20. Wir beziehen den Platz in einer Bucht an der Avd. Lliberta.
Am Nachmittag gehen wir zum Kaffeetrinken ins benachbarte Haus zu Erika und Damian.
Hermi hat Kuchen gebacken und so lassen wir es uns auf der Terrasse gut gehen.

 

 

 

 

Mittwoch 13.03.: Heute ist großer Markt und der wird ausgekostet. Traditionell wird u.a. am Wurststand wieder eingekauft. Für Mittag haben wir einen Tisch beim Chinesen reserviert. Das komplette Menu (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert, Getränk nach Wahl, Obst und diverse Schnäpschen) gibt es alles für 8,50€/Person. Alle waren begeistert.

 

Der Nachmittag wird eingetrübt, weil die Polizei anordnet, den Platz bis zum Abend zu verlassen. Wir fahren nach Gran Alacant, GPS 38°14‘07“N 00°31‘06“W, Tageskilometer 28. Hier auf dem Großparkplatz, direkt hinter der Düne am Strand steht es sich gut.
Lutz und Gaby, die heute Morgen zu uns gestoßen sind, lassen uns noch einen Rotwein probieren, aber lange halten wir es heute an der blauen Theke nicht aus, da es durch den starken Wind recht ungemütlich wird.

 

 

 

 

 

Donnerstag 14.03.: Gegen 10 Uhr fahren wir nach Calpe und platzieren uns an der Straße, direkt neben dem Salzsee mit den vielen Flamingos. GPS 38°38‘38“N 00°03‘45“E, Tageskilometer 90.

 

Wir bummeln zum Yachthafen und entlang des Calper Wahrzeichens, dem Felsen IFACH.

 

Auf dem Rückweg kehren wir in einem der großen Fischrestaurants ein. Menu, mit allem Drum und Dran, für 11€.

Nach der Mittagspause bummeln wir über die schöne Promenade. Der starke Wind hat sich gelegt und die Sonne wärmt uns schön.

 

 

 

 

 

Freitag 15.03.: Unser nächstes Ziel erreichen wir gegen Mittag. Den Platz Tavernes Platja, GPS 39°04‘55“N 00°12‘52“W, haben wir bereits auf der Hinreise benutzt. Tageskilometer 76. Bei stahlblauem Himmel genießen wir den Tag, Gegen Abend gibt es von Hörbi an … einen leckeren Lumumba.
Die Sonne verabschiedet sich und wir ziehen uns glücklich in die Mobile zurück.

 

 

 

 

Samstag 16.03.: Heute haben wir eine längere Reise vor uns und erreichen die schöne Stadt Peniscola, GPS 40°22‘03“N 00°24‘05“E, Tageskilometer 229. Wir parken hinter der Schule und gehen am Nachmittag in die Stadt.
Wir steigen hinauf auf die Burg und die umliegende Altstadt.

Sehr schön das Muschelhaus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den engen Gassen ist Laden an Laden und ebenso viele Restaurants, die auch uns animieren einzukehren.
Nach der Rückkehr lädt auch unsere blaue Theke noch zu einem Plausch und einem Abendtrunk ein.

 

 

 

 

 

Sonntag 17.03.: Der Himmel ist wolkenverhangen und ab und zu regnet es etwas. Also richtiges Fahrwetter. Wir erreichen Vilanova i la Getru und parken unweit vom Meer, GPS 41°12‘51“N 01°43‘31“E, Tageskilometer 183.

Am Nachmittag, das Wetter klart auf, die Sonne kämpft um ein paar Strahlen für uns.

Die Promenaden-Cafés laden uns auch wieder ein. Von Gorfres (Waffeln) bis zum Bier wird alles probiert.

Großer Bummel am Meer, auch zu dem -zur Kuh mutierten- Stier mit Inlay-Frau.

Später mutieren auch wir an der Banke mit der blauen Theke zu Alles-Trinkern. Prost!

 

  

 

Montag 18.03.: In Abänderung der Route fahren wir heute nach Vila-Sacra, GPS 42°15‘55“N 03°00‘15“E, Kilometer 183. Hier im Caravan-Center werden einige Reparaturen vorgenommen. Der Südstadtlöwe erhält leider für sein Hubbett keine neuen >Öldruckhalter< (einer war ja vor längerer Zeit ausgelaufen), da sie nicht verfügbar sind. An Erika ihrem Mobil wird das abgeknickte Abwasserrohr repariert und der abgerissene Heizungsschlauch wieder angeflanscht.

 

Dienstag 19.03.: Wir verlassen Spanien und kommen gegen Mittag auf dem Stellplatz  Leucate Plage, GPS 42°54‘00“N 03°03‘13“E, Tageskilometer 98, an. Das Wetter ist gemischt, bei leichtem auflandigem Wind machen wir am Nachmittag einen Gang entlang der Promenade und hinauf auf den Berg zum Leuchtturm.

Einige Paragleiter sind unterwegs und wir entdecken im felsigen Grund schön blühende Lilien in gelb und blau.

Zur >happy hour< sind wir wieder zurück und versammeln uns an ….

 

 

Mittwoch 20.03.: Die heutige Fahrt führt uns nach Millau, GPS 44°05‘45“N 03°05‘09“E, Tageskilometer 193.

Unterwegs auf der A75 gibt es eine Meldung von Hörbi: Wir haben Reifenschaden! Wir halten an und nach einem Telefonat wird bestätigt, dass jemand kommt um zu wechseln. Das klappt auch vorzüglich, so dass Hörbi mit nur einer Stunde Verzögerung in Millau eintrifft.

 

Am Nachmittag besuchen wir die Stadt, mit den anheimelnden Gassen. Nach einem leckeren Getränk im Café Perle werden wir beim weiteren Bummel leider vom Regen überrascht. Also heute keine …

 

 Millau mit der 300m hohen Autobahnbrücke

 

 

 

 

 

 

Donnerstag 21.03.: Die heutige Fahrt geht weitestgehend über die mautfreie A75. Wir erreichen den schon bekannten SP Lapalisse, GPS 46°15‘00“N 03°38‘07“E, Tageskilometer 309. Am Nachmittag Bummel durch den Ort und ein Café lädt uns wieder ein. Das Wetter hat sich heute gut gehalten und so stellen wir unsere blaue Theke an den Fluss, dessen Wasser in hoher Geschwindigkeit an uns vorbei rast und nehmen unseren Abendtrunk zu uns.

 

 

 

 

Freitag 22.03.: Heute fahren wir fast ausschließlich über D-Straßen, die ausnahmslos sehr gut sind. Wir erreichen unseren Parkplatz in Charmes/Vosges, GPS 48°22‘32“N 06°17‘16“E, Tageskilometer 393.

Wir stehen hier sehr schön am Fluss und haben den Lidl gleich nebenan. Nach dem Einkauf und einem Bummel zum offiziellen Stellplatz am Kanal, wo auch die Hausboote liegen, holen wir ein letztes Mal unsere blaue Theke heraus, trinken ein letztes Mal auf dieser Reise einen Lumumba und übernachten das letztes Mal in Frankreich. Zum Wohl und Gute Nacht!

Übrigens, Deutschland gewinnt heute gegen Kasachstan 3:0

 

 

Samstag 23.03.: Die gemeinsame Fahrt geht heute auf die letzte Etappe. Wir verlassen Frankreich, tanken in Luxembourg preiswert für 1,22€ und werden vom kalten Deutschland empfangen.

Wir platzieren uns auf dem SP in Mettlach, GPS 49°29‘54“N 06°35‘46“E, Tageskilometer 172.

Im Oker-Löwen gibt es heute Nachmittag einen Kaffeeklatsch mit Kirschtorte und anschließend schauen wir mal, was die Outlett-Center hier in Mettlach so zu bieten haben. Sie bieten viel, aber niedrige Preise?

 

 

 

 

Für 18 Uhr haben wir im benachbarten Brauhaus einen Tisch reserviert.

Wir genießen ein gutes Essen und das naturtrüb gereichte Bier und kommen nochmals ins Schwärmen über diese und jene schöne Station und Erlebnisse auf unserer fast dreimonatigen Reise.

 

 

 

 

 

 

 

 

Willi bedankt sich im Namen aller für die Vorbereitung und Durchführung bei den Oker-Löwen und überreicht als Dankeschön einen millionen Jahre alten versteinerten Ammoniten.
Ich sage herzlichen Dank; er bekommt in unserem Garten einen Ehrenplatz.

 

 

 

Sonntag 24.03.: Die Nacht war kalt (-2°C) und es hat geregnet, komischerweise nicht geschneit. Heute fahren alle individuell weiter, denn ein jeder hat noch anderes vor, bevor er sich in heimatliche Gefilde nach Braunschweig begibt.

Damit verabschiedet sich auch der Berichterstatter.

 

Euer Oker-Löwe

       

Reiseroute

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