Rundreise Marokko 2017

 

 

Teilnehmer:   Bärbel und Dietmar Mrozek,
                      Ilse-Marie und Burkhard Schlegel (nur Spanien),
                      Hermi und Manfred Weber,
                      Rita und Dietmar Weniger

 

 

 

 

 

Anreise

Sonntag 8.1.:Gestern Abend und die Nacht hat es geregnet und geschneit, so dass am Boden alles gefroren ist. Es hat über 2000 Unfälle gegeben. Aber heute Morgen zeigt das Thermometer 0°C an und die Straßen sind durch das aufgebrachte Salz eisfrei. Also machen wir uns auf die Reise und kommen gegen 15 Uhr auf dem Stellplatz (SP) in Polch an. Fast gleichzeitig treffen auch die Freunde ein, so dass wir zum gemütlichen Kaffeetrinken übergehen können. Allerdings fehlen noch Rita und Dietmar wegen einer Familienfeier. Sie werden später nachfolgen.
SP: N50°18‘24‘‘ E07°18‘37‘‘ Tageskilometer: 392

Montag 9.1.: Gestern hat uns das Wetter geärgert und heute gibt es ein anderes Problem. Bei Dietmar ist die Heizung ausgefallen. In der Fachwerkstatt Niesmann wird festgestellt, dass das Zündventil defekt ist. Ersatz ist leider nicht vorhanden und kann frühestens Ende der Woche eintreffen. Solange wollen wir nicht warten. Wir hoffen auf Hilfe bei der Firma Caravan Center in Vila Sacra. Bis dahin muss der elektrische Heizlüfter für Wärme sorgen. Ein weiteres Problem ist das Hochladen des Clubfahrtenberichtes. Ich komme hier bei Niesmann wohl ins Internet, aber nicht auf den Server für die Homepage. Inzwischen ist es Mittag und wir gehen zum Türken Döner essen. Anschließend fahren wir bis Frankreich auf den SP Pont a Mousson. Sehr schön an der Mosel gelegen und für 9,50€ bietet er alles (Strom, Dusche, V/E, WLAN). Hier komme ich auch komplett ins Internet und kann den Bericht hochladen.
SP: N48°54‘09‘‘ E06°03‘47‘‘ Tageskilometer: 237

Dienstag 10.1.: Heute haben wir uns eine längere Etappe vorgenommen. Auf guten Straßen und abwechslungsreicher Landschaft erreichen wir am Nachmittag den SP Roanne am Yachthafen. Burkhard lädt zum Abendessen ein. Es gibt strammen Max und reichlich leckere Eichsfelder Wurst und Gänseschmalz mit Käse. Den Rotwein hat Dietmar beigesteuert. Danke für alles.
SP: N46°02‘15‘‘ E04°04‘58‘‘ Tageskilometer: 452

Mittwoch 11.1.: Die Fahrt beginnt heute abenteuerlich. Die Navis führen uns über zwei Pässe und schmale Straßen, die z.T. nicht abgestreut sind. Wir erreichen aber Clermont Fd. problemlos. Nach dem Tanken geht es auf die kostenfreie A75 und so erreichen wir Millau am frühen Nachmittag.
Der Einlass auf den SP ist etwas aufwendig. Am Terminal muss der Name eingegeben werden und rechts am Display, kann man nach einschieben der EC-Karte und Eingabe der PIN, den Camping-Pass aus der Lade nehmen. Der SP kostet 10,50€ inkl. Strom, V/E und WLAN. Für die Camping-Karte sind 4€ extra abgebucht, da wir noch keine haben. Diese Karte ist überall in Frankreich wieder zu verwenden, die dieses System nutzen. Nach ausgiebiger Ruhepause bummeln wir in die Stadt. Kaufen etwas ein und lassen es uns bei einem Weinchen gutgehen.
SP: N44°05‘47‘‘ E03°05‘03‘‘ Tageskilometer: 352

Donnertag 12.1.: Bei der Ausfahrt vom SP öffnet die Schranke nicht. Ein freundlicher Franzose telefoniert mit der auf der Karte angegebenen Telefonnummer und das Problem wird behoben. Danke! Wir setzen uns wieder auf die A75 und bald leuchten vor uns die schneebedeckten Berge der Pyrenäen. Gegen 13 Uhr erreichen wir die spanische Grenze. Das Wetter ist schön und wir fahren gemütlich unserem Ziel entgegen. Die Firma Caravan Center in Vila Sacra empfängt uns sehr freundlich und nach kurzer Zeit wird die Reparatur der Heizung in Angriff genommen. Bei Burkhard wird ein Wasserhahn repariert und bei mir wird das Heizungsrohr des Kühlschankes mit Luftdruck gereinigt. Am Abend verwöhnt uns Bärbel und Dietmar mit Kartoffelsalat, Würstchen und Rotwein.
SP: N42°15'55'' E03°00'12''    Tageskilometer: 280

 

Freitag 13.1.: Gegen Morgen fängt es an zu regnen und zu stürmen. Ab ca. 9 Uhr lacht uns wieder die Sonne, aber die Temperatur ist gesunken. Für die Heizung, die gestern ausgebaut wurde, ergibt sich eine neue Perspektive. Aus einem abgestellten Wohnwagen wird eine Heizung genommen und bei Dietmar im Mobil eingebaut, allerdings ohne Gebläse; es reicht aber vollkommen aus, um das Mobil zu erwärmen. Auf der Rückfahrt soll dann Dietmar seine Heizung, mit den jetzt bestellten Ersatzteilen, wieder eingebaut werden. Inzwischen ist es Nachmittag geworden und so bleiben wir hier noch mal für eine Nacht. Mit zocken, klönen und lesen verbringen wir die Zeit hier.

Samstag 14.1. Die Heizung ohne Gebläse hat ihre Arbeit gut getan und so fahren wir frohen Mutes weiter. Wir erreichen Platja d`Aro bei strahlend blauem Himmel. Nur die Temperatur könne etwas höher sein, wir leben bei 9°C. Nach einem Zwischenstopp bei Lidl beziehen wir den SP und haben Glück, es sind noch ein paar Plätze frei. Unser erster Gang gilt der Weinkellerei und anschließend genießen wir bei einem Cappuccino die Sonne. Am Nachmittag ein Bummel ans Meer und durch die Stadt zurück. Den Schlusspunkt des heutigen Tages machen wir leider nicht an der Bambusbar -es ist uns zu frisch- deshalb im Mobil, mit einem Lumumba.
SP N41°48‘37‘‘ E03°03‘29‘‘ Tageskilometer: 77

  

Sonntag 15.1.: Wir fahren weiter und nehmen hinter Barcelona statt der Autobahn, die wunderschöne Bergstraße über Sitges. Später in einem Kreisel ruft Bärbel über Funk: „Hier hat einer seinen ganzen Einkauf verloren.“ Kurz darauf stelle ich fest, dass meine Garagenklappe hochgegangen ist. Also zurück und alles (Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren, Salat usw.) wieder einsammeln. Eine Flasche Eierlikör hat den Rauswurf nicht überstanden.
Wir erreichen den P in Vilanova i la Geltru, der aber heute am Sonntag bei dem schönen Wetter überfüllt ist, so dass wir vorerst am Straßenrand parken. Später setzen wir um. Am Nachmittag machen wir einen ausgiebigen Gang am Meer entlang und schauen uns das Kuh-Monument, mit der inliegenden Frau, an. Am Abend genießen wir den ersten Sonnenuntergang auf dieser Reise.
P: N41°12‘51‘‘ E01°43‘29‘‘  Tageskilometer: 163

    

Montag 16.1.: Das schöne Wetter bleibt uns erhalten und so fahren wir Benicassim entgegen. Wir buchen auf dem CP Azahar mit Burkhard seiner ACSI-Karte und zahlen so 15,50€/N. Ich fahre zuerst auf den Waschplatz und erlöse das Mobil von Dreck und Salz. Nach dem Bezug unserer Plätze kommen Rita und Rolf zur Begrüßung und Sektumtrunk.
Diese Woche ist St. Antonius-Fest und wir beginnen bereits heute Abend mit einem Straßengrill im Restaurant Princicassim, dank Rita und Rolf, die uns noch Plätze reservieren konnten. Das Feuer lodert bei starkem Wind auf der Straße (in Deutschland undenkbar). Der Alleinunterhalter macht eine tolle Musik, so dass nach dem Essen die Tanzfläche immer voll ist. Unser Dietmar zeigt sich heute als Dauertänzer.
CP: N40°03‘25‘‘ E00°03‘38‘‘           Tageskilometer 231

   

    

Dienstag 17.1.: Heute ist offizieller St. Antonius-Tag. Die Geschäfte sind geschlossen. Neben den ganztägigen Veranstaltungen gibt es am Nachmittag die Prozession des San Antonius und der Santa Agueda, mit folkloristischem Umzug. Nach dem Umzug genehmigen wir uns das erste Bier im Gambrinus

      

Mittwoch 18.1.: Heute Vormittag wird der Supermarkt Mercadona gestürmt. Nach dem Kaffeetrinken im Sonnenschein gehen wir um 15.30 Uhr entlang der Promenade in die Stadt. Heute ist u.a. das Treiben der Stiere auf dem Programm. Es ist immer ein Heidenspaß, wenn die jungen Leute die Stiere reizen und dann, wenn sie angegriffen werden, schnell zwischen den Eisenstäben verschwinden. Einige Mutige, lassen den Stier aber auch wie ein Torero an sich vorbei stürmen. Auf dem Heimweg verschwinden unsere Frauen noch mal für längere Zeit im Chinaladen. Irgendetwas findet sich immer was man gebrauchen kann oder auch nicht!

     

Donnerstag 19.1.: Heute ist Markttag. Das Wetter ist bescheiden. Wir schaffen es vor dem Regen gerade noch zum CP. Ab Mittag Dauerregen mit Windböen bei 9°C. Also ist Zocken angesagt.

Freitag 20.1.: Es regnet und gewittert die ganze Nacht. Temperatur um 7 Uhr 8°C. Bei dem Dauerregen fallen alle Veranstaltungen (Bürgerfrühstück, Paellaessen usw.) aus. Das hat es hier seit zig Jahren nicht mehr gegeben. Am Nachmittag machen wir wieder schöne Spielchen, wie gestern. Heute das >Sieben Spiel< (Hermi, Ilse, MOF schafften es 3x, Bärbel und Burkhard 1x). Die Lachmuskeln wurden strapaziert.

 

 

Samstag 21.1.: Es ist stark bewölkt, aber nach über 40 Stunden hat der Dauerregen aufgehört.
Gegen Mittag bummeln wir in die Stadt und genießen beim >Jonny< ein gutes Menü.
Rita und Rolf gesellen sich zu uns und so wird es ein geselliger Nachmittag.
Den Abschluss machen wir im Bonterra Park beim >happy hour<.

 

 

Sonntag 22.1.: Das Meer ist immer noch so aufgewühlt, wie ich es hier noch nie gesehen habe. Seetang und Sand legt weit verbreitet auf der Promenade und wird mit Schaufel und Bagger wieder an den Strand befördert. Wir gehen heute ins Casa Vincenta und essen Menü Paella für 8,50€. Anschließend kehren wir ins Gambrinus ein und bekommen auch noch den obligatorischen Strohhut. Der Heimweg ist lang und so besuchen wir noch den Bonterra-Park zur happy hour. Erschöpft erreichen wir unseren CP und nehmen den Scheidebecher bei Konstantin im Café und begleichen gleichzeitig unsere Platzgebühren. Die richtige Bettschwere haben wir nun erreicht, also gute Nacht und ab nach Bett.

 

Montag 23.1.: Wir fahren weiter nach Cullera. Der Parkplatz im Grünen ist fast nicht zu nutzen, da ein großer Teil, durch den Regen der letzten Tage, unter Wasser steht. Viele Mobile stehen auf dem breiten Parkstreifen an der Straße. Neben der Straße ist auch ein betonierter Parkplatz, auf dem wir noch Platz finden. Wir machen Mittag und können unser erstes Sonnenbad nehmen, denn Klärchen kämpft sich durch die Wolken. Nach dem Kaffeetrinken im Karmann-Mobil machen wir einen Stadtbummel. Im Alcala genießen wir unsere Getränke und nutzen hier das kostenlose Internet. Gut gelaunt steuern wir wieder unseren P an.
P: N39°09‘36‘‘  W00°14‘34‘‘            Tageskilometer: 148

 

Dienstag 24.1.: Heute Vormittag machen wir einen Bummel in die Altstadt. Bärbel und Dietmar gehen zur Burg hinauf. Auf dem Rückweg nehmen wir einen guten Lumumba im Alcala. Nach dem Sonnenbad am Nachmittag machen wir einen Rundgang am Kanal entlang und kaufen beim Mercadona etwas Fisch ein. Temperatur 15°C.

 

 

Mittwoch 25.1.: Eine kleine Etappe liegt vor uns. Zuerst tanken wir in Benidorm Diesel und danach steuern wir La Marina an. Am Nachmittag machen wir einen Bummel ans Meer und dann den Dünen entlang und durch die Stadt zurück (4,5km). Burkhard holt sich in der Apotheke noch Tabletten, weil seine geschwollene Hand (Mückenstich vor drei Tagen) nicht abschwillt. Die Bar Sulla gegenüber unserem P ist verlockend und so kehren wir ein (WLAN frei). In Burkhards Mobil haben wir Wasseraustritt (tröpfchenweise) und Feuchtigkeit festgestellt, aber die Schadstelle nicht gefunden Temperatur 18°C
P: N38°08‘41‘‘  W00°38‘42‘‘           Tageskilometer: 183

 Donnerstag 26.1.: Gegen Mittag gehen wir in die 800m entfernte Bodega Les Carmelos. Wir genießen die Tapas und den Wein aus den vielen Fässern. Später gehen wir beschwingt zurück zu den Mobilen. Nach dem Mittagsschlaf gibt es noch einen Umtrunk im Sulla. Von der Sonne haben wir heute nicht viel gesehen. Guten Abend und gute Nacht.

Freitag 27.1.: Guardamar empfängt uns mit Sonnenschein. Wir parken auf unserer bekannten Straße am Meer. Bärbel und Dietmar begleiten wir zum Hallenbad und bummeln weiter durch den Park. Zum Mittagessen gehen wir ins China Restaurant. Am Nachmittag bummeln nochmals durch den Park in die Stadt. Leider bewölktes sich etwas und tröpfelt ein bisschen.
P: N38°04‘53‘‘  W00°38‘54‘‘           Tageskilometer: 11 

Samstag 28.1.: Wir starten Richtung SP Calnegre. Das Meer liegt ruhig und ist blau wir der Himmel über uns. Um 13 Uhr schauen wir das Fußballspiel Würzburg:Eintracht BS, Ergebnis 1:1. Nach der ersten Halbzeit kann Dietmar das Spiel nicht mehr ertragen und geht ins Meer eine Runde schwimmen. Nach dem Spiel gehen wir in die Bar Calnegre und speisen hervorragend, direkt am Meeresstrand. Selbst um 18 Uhr reicht es noch für einen Sonnenplatz an den Mobilen. Temperatur 19°C
SP: N37°30‘56‘  W01°23‘56‘‘          Tageskilometer: 126

  

Sonntag 29.1.: Nach problemloser Fahrt erreichen wir Punkt 12 Uhr Roquetas de Mar und treffen Rita und Dietmar. Wir parken an der Straße neben breiter Grünfläche und haben den Blick auf die schneebedeckte Sierra Nevada. Nun sind wir komplett, wenn auch nur für einen Tag und machen das Gruppenfoto. Am Nachmittag bummeln wir entlang der Promenade und trinken anschießend an der Bambusbar noch einen Lumumba. Um 18.30 Uhr treffen wir uns bei Ilse und Burkhard zum Scheidebecher; sie werden uns morgen leider verlassen und in Spanien bleiben. Es war ein sehr vergnüglicher Abend.
P: N36°43‘16‘‘  W02°38‘04‘‘            Tageskilometer: 187                Temperatur: 21°C

  

Montag 30.1.: Unsere vorletzte Etappe in Spanien führt uns auf den Lidl-Parkplatz in Palmones. Einkaufen müssen wir ein paar Straßen weiter, da der Lidl-Markt gerade umgebaut wird. Die Fährtickets kaufen wir, wie immer, bei Carlos Guieterres. Es kostet 200€ und ist sogar 20€ preiswerter als 2013. Ein Dankeschön in Form einer Flasche Wein und ein Kuchenpäckchen bekommen wir auch noch. Damit wir in Marokko gleich flüssig sind, wechseln wir hier auch (1€=10,20DH). Den Nachmittag verbummeln wir und die Schlussrunde ist an der Bambusbar.
P: N36°10‘53‘‘  W05°26‘21‘‘            Tageskilometer: 330                Temperatur: 19°C

 

 

      Marokko wir kommen!

 

 

 

Dienstag 31.1.: Wir starten heute um 6 Uhr und sind nach 11 Kilometern am Fährhafen. Der Oker-Löwe zerbeult beim Zurücksetzen im Hafen seine Leiterabdeckung an einem Betonpfeiler –Scheibenkleister! Die Fähre startet pünktlich um 8 Uhr und nach einer Stunde sind wir zwar noch in Spanien (Exklave Seuta), aber bereits in Afrika. Die Abfertigung an den Schaltern geht zügig voran. Zuerst die Personen- und dann die Zollkontrolle; alles mit vielen Zahlen und Stempeln. Die >guten Männer< (privat, bekommen von uns 1€) sind auch noch da und helfen gerne, obwohl es ohne sie auch gut funktioniert. Wir fahren entlang der Meeresstraße und tanken für 0,89€/Ltr. Das sind Friedenspreise! Den CP Al Boutane in Martil erreichen wir nach 32 Kilometern. Der Himmel ist weiß-blau und es ist warm. Der CP bietet für 11€: V/E, Strom, heiße saubere Duschen, WLAN. Waschmaschine kostet 4€. Wir kaufen hier auch eine marokkanische Gasflasche, die wir überall tauschen können. Der Anschluss passt ohne Adapter. Die Uhr haben wir um eine Stunde zurückgestellt. Der Muezzin ruft zu unchristlicher Zeit um 12.30 Uhr. Jetzt ist also viel Zeit für den Mittagsschlaf. Später gehen wir in die Stadt und trinken unseren ersten echten Minze-Tee. An den Mobilen gibt es noch Bratwurst, griechischen Salat, Kartoffelsalat und Getränke aller Art. Lecker! Später kommen die Mücken und wir verziehen uns in die Mobile.
CP: N35°37‘44‘‘  W05°16‘40‘‘         Tageskilometer: 49 (+Fähre)

   

 

Mittwoch 1.2.: Für 10 Uhr haben wir ein Großraum-Taxi geordert. Es bringt uns für 6€ nach Tetuan (10km). Zuerst gehen wir zum Königspalast, den der amtierende König auch häufig nutzt. Dann bummeln wir durch den engen und lebhaften Souk und kaufen für einen Freund eine große Tajine. Dietmar M. und ich lassen uns beim Friseurmeister im Souk für 1,80€ frisieren. In einem Maroc-Telekom Laden möchten wir Sim-Karten kaufen, aber da wir keinen Reisepass dabei haben geht das nicht. Allerdings werden auf der Straße bei einer Telekom Aktion die Sim-Karten statt für 6€ für 1,50€ angeboten und wir brauchen nur unseren Perso vorlegen. Wir essen in einem schicken Restaurant und lassen uns dann von einem Senegalesen, mit dem Dietmar W. gut kommuniziert, zum Taxi begleiten. Am späten Nachmittag sind wir wieder am CP und legen erst mal die Beine hoch. Am frühen Abend bummeln die gut besuchte Promenade entlang. Ein schöner Tag geht zu Ende.

    

 

Donnerstag 2.2.: Der Himmel ist bedeckt und wir fahren durch die schöne Berglandschaft mit reichlich Ackerbau auf den kleinsten möglichen Fleckchen nach Chefchaouen. Der CP Azilan liegt auf Höhe 720m. Zum Mittagessen treffen wir uns im Oker-Löwen. Es gibt Spätzle, Hermi´s spezielles Pesto mit gebratener Fleischwurst und zum Nachtisch Obstsalat, dazu Bodega-Wein. Um 16 Uhr machen wir uns auf den inzwischen ausgebauten steilen Trampelpfad über den alten Friedhof, wo die verlassenen Steinsärge überall stehen, nach unten in das blaue Städtchen. Chefchaouen war bis ins frühe 20. Jahrhundert ein Hort des Widerstandes gegen die einfallenden Europäer und ist seitdem ein bekannter Wallfahrtsort. Heute ist es ein sehr begehrter Touristenort und man merkt es deutlich. Auch wir machen einen Rundgang durch die blaue Medina und trinken auf dem großen Platz gegenüber der Kasbah den obligatorischen Minze-Tee. Zurück fahren wir mit dem Taxi (5€).
CP: N35°10‘32‘‘  W05°16‘01‘‘         Tageskilometer: 75                  Temperatur: 13°C

 

 

 

      

Freitag 3.2.: Der Tag beginnt mit grauem Himmel und etwas Regen, aber es kommt leider schlimmer. Der Karmann springt nicht an. Dietmar vermutet, dass der Anlasser nicht funktioniert. Ich schleppe ihn vom CP bis zur abschüssigen Straße, aber der Motor streikt. Wir lassen einen Mechaniker kommen, der das Mobil bis zu seiner Werkstatt bringt. Es stellt sich heraus, dass der Zahnriemen übergesprungen ist und mehrere Teile des Motors (Nockenwelle, Spannrad gebrochen und weitere Teile) kaputt sind. Nach langem Hin und Her wird die Entscheidung getroffen, dass die Teile besorgt und der Motor repariert wird. Am Nachmittag ist allerdings nicht sicher, ob alle Teile noch zu bekommen sind, da das Auto Baujahr 1996 ist. Eine unruhige Nacht steht uns bevor!

 

Samstag 4.2.: Bärbel und Dietmar müssen wir heute leider zurücklassen. Die Beschaffung der Ersatzteile wird sich noch mehrere Tage hinziehen, so dass die Fertigstellung der Reparatur z.Zt. nicht absehbar ist. Bärbel und Dietmar können das Mobil, das vor der Werkstatt steht, weiterhin nutzen und haben so ihre vertraute Umgebung. Wir bleiben in Kontakt!
Gegen Mittag machen wir zwei übriggebliebene Mobile uns auf den Weg nach Fes. Die bewaldete Berglandschaft wandelt sich in eine sehr abwechslungsreiche Hügellandschaft, mit Landwirtschaft und großen Oliven- und Orangenhainen. Den CP Diamant erreichen wir bei blau-weißem Himmel und genießen draußen den Nachmittagskaffee und ein Eierlikörchen.
Am Abend kommt >Wafi<, unser morgiger Stadtführer, und wir besprechen das Programm und den Preis.
CP: N35°59‘14‘‘  W05°01‘14‘‘         Tageskilometer: 228                Temperatur: 19°C

 

Sonntag 5.2.: Am Vormittag kommt jemand und holt meine verbeulte Leiterabdeckung ab um sie zu richten. Gegen 11 Uhr werden wir zur Stadtführung abgeholt. Unsere Platznachbarn Petra und Mario aus Rinteln, die seit acht Monaten unterwegs sind, schließen sich uns an. Den Stadtführer >Wafi< (Hanaf Elouafi Tel.: +212672040156) treffen wir erst in der Stadt. Zuerst geht es stadtauswärts zur alten Festung. Tief unterhalb dieser alten Festung beginnt ein 17 Kilometer langer Tunnel, der unter Fes hindurch verläuft und früher in kriegerischen Zeiten genutzt wurde. Von hier oben hat man einen herrlichen Panoramablick über Fes. Anschließend fahren wir zum Park und trinken hier auch einen guten Menthe-Tee. Danach besuchen wir den Königspalast, den der König -Mohamed VI.- auch jedes Jahr für mindestens drei Wochen bewohnt. Nun fahren wir in die Medina und besuchen zuerst die mittelalterliche Gerberei. Seit nunmehr über drei Jahren ist sie zu einer Kooperative geworden und muss sehr biologisch arbeiten, dh. zum Beispiel, dass kein künstliches Ammoniak mehr benutzt werden darf. Hierfür wird stattdessen Taubenkot benutzt. Weitere Details sind bei Wikipedia nachzulesen. Nach diesem Besuch tauchen wir in die Altstadt ein. Von den 51 Millionen Marokkanern leben ca. 1,5 Millionen in Fes und hiervon ca. 250.000 in der Medina. Wer fremd in diese Welt eintaucht, in der es weder Auto noch Moped gibt, findet allein nicht mehr heraus. Die Waren werden nur mit Eseln und Karren angeliefert. Viele Gänge sind nur etwas mehr als einen Meter breit. Wir besuchen verschiedene Geschäfte und zwischendurch erhalten wir von Wafi immer wieder Erläuterungen über die gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhänge. Nun sind wir langsam hungrig und besuchen ein sehr schönes, typisch marokkanisches Restaurant. Es gibt ein vorzügliches Menü für 12€. Nach dem Essen setzen wir unseren Gang in der Medina fort, besuchen u.a. eine alte Karavansei (jetzt Museum), Seidenweberei, Apotheke, Backstube, in die die Menschen ihr eigenes Brot zum Backen hinbringen, schauen in mehrere große und sehr schöne Moscheen rein und fahren zum Abschluss zu einer Keramik-Kooperative, in der u.a. feinste Mosaiken hergestellt werden und alles per Hand bemalt wird. Leider ist es schon spät und die Arbeit können wir nur im bescheidenen Umfang sehen. Anm.: Wir haben in vielen Geschäften nichts gekauft und das war auch kein Problem. Mit vielen interessanten Eindrücken werden wir zum CP zurückgefahren. An den Mobilen bietet Dietmar noch einen Scheidebecher an und Wafi kommt noch mal vorbei um sein Salär abzuholen. Wir geben ihm für ein paar arme Familien noch etwas Kinderkleidung mit und verabschieden uns recht herzlich.

                  

Montag 6.2.: Unser lieber Wafi bringt uns am Morgen noch Baguette vorbei. Nachdem wir alles klariert haben, verlassen wir Fes und passieren den schönen Luftkurort Ifrane, mit der Eliteuniversität, fahren an Azrou vorbei, hinauf auf die Höhe zum herrlichen Zedernwald. Der Parkplatz ist stark frequentiert und die Händler wollen alles Mögliche verkaufen. Die Makaken-Affen kommen aus dem Wald, weil sie hier gefüttert werden. Die Attraktion ist ein alter Ford Transit Lieferwagen, der mit Gepäck und vier Personen auf dem Dach auf den P kommt. Aus dem Auto steigen dann ca. 25 Personen und einige Kleinkinder aus. Wir staunen! Wir machen Mittag und warten, bis die Gruppe zurückkommt und einsteigt. Tatsächlich, alle passen wieder rein. Sie sind dabei sehr fröhlich und wir schenken ihnen einen Karton Kinderkleidung und auch der geht noch rein. Gute Fahrt! Wir fahren auch weiter. Links und rechts an den Hängen ist reichlich Skibetrieb. Die Landschaft ist grandios und wir passieren den Col du Zad (H 2178m). Nun geht es Midelt entgegen. Auf dem gepflegten kommunalen CP richten wir uns ein. Anschließend machen wir eine Gang in die Stadt und kaufen ein. Gegen Abend schmeißt Dietmar den Grill an und wir lassen es uns gut gehen.
CP: N32°40‘39‘‘  W04°44‘16‘‘         Tageskilometer: 203                Temperatur: 20°C

  

Dienstag 7.2.: Wie auch gestern, ist keine Wolke am Himmel und so starten wir gen Süden, immer entlang des Flusses Ziz. Mal fahren wir neben ihm, mal sehen wir ihn tief unter uns, wo er sich durch die Berge gearbeitet hat. Die Felsen haben ihr grün verloren und leuchten nun häufig in rosa-rot. Wir passieren die große Stadt Errachidia und erreichen 18 Kilometer später die Oase Meski, mit der blauen Quelle. Wir stehen her inmitten von Palmen. Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang zu Kasbah-Ruine. Allerdings überquert die Palmenstämme, die über dem Bach liegen, nur Dietmar; wir anderen kehren um. Es gelingt uns ein Foto von den Waschfrauen am Bach. Danach gehen wir noch hoch in das Dorf und sehen erstmals aus der Nähe, wie ärmlichen die Menschen hier wohnen. Allerdings gibt es hier eine kleine moderne Getreidemühle, die wir uns anschauen. Später kaufen wir bei Josef noch ein paar Souvenirs und müssen viel handeln.
SP: N31°51‘25‘‘  W04°17‘00‘‘         Tageskilometer: 157                Temperatur: 20°C

   

Mittwoch 8.2.: Wir verlassen die schöne Oase und begleiten weiterhin den Ziz, mit einem ca. 50km langen grünen Tal. Ab Rassani beginnt die Steinwüste, bis wir bei Merzuga die Sandwüste Erg-Chebbi erreichen. Dies ist der östlichste Punkt unserer Reise und wir sind ca. 25 Kilometer von der algerischen Grenze entfernt. Bei Traumwetter machen wir es uns bei der >Auberge Traditionale< gemütlich. Nach 16 Uhr beginnen Rita und Dietmar den Aufstieg der ca. 200m hohen Düne. Punkt 17 Uhr ist Dietmar oben. Rita erwartet ihn ungefähr auf der Hälfte der Steigung zurück. Nach der Rückkehr gehen wir zu Barrak in die Auberge zum Essen. Ich telefoniere mit Peter Ambos in Deutschland und bitte ihn, sich mit Lutz Mrozek (Sohn von Dietmar) wegen der Ersatzteile in Verbindung zu setzen.
Der Sternenhimmel ist leider nicht so toll anzusehen, da wir fast Vollmond haben und dadurch der Himmel zu hell ist.

   

Donnerstag 9.2.: Heute gibt es gute Nachricht. Peter wird auf seiner Reise nach Marokko die Ersatzteile für Dietmar mitbringen und nach jetziger Planung am 19.2. damit in Chefchauen eintreffen. Hoffen wir dann auf eine gute Reparatur. Inschallah! Wir lassen den Tag heute gemütlich angehen. Am Morgen zeigt das Thermometer 3°C, aber jetzt kommt die Sonne über die Dünen und es wird recht schnell warm. Dietmar wechselt seine marokkanische Gasflasche (11kg) für 4€, das sind Friedenspreise! Rita und Dietmar fahren mit dem Fahrrad ins nahegelegene Merzouga und am Nachmittag spazieren wir mal rüber in die andere Auberge La Rose und besuchen dort Petra und Mario. Um 16 Uhr starten wir zu einer 2½-stündigen Wüstenrundfahrt mit einem Allradfahrzeug. Es geht die Dünen rauf und runter, besuchen eine stillgelegte Bleimine, suchen etwas Fossilien und besuchen eine Nomadenfamilie, bei der wir warme Kleidung abgeben und als Dank zum Tee eingeladen werden. Wovon diese Familien, inmitten der Steinwüste, mit ihren paar Ziegen, leben, bleibt uns ein Rätsel. Auf der Rückfahrt sehen wir den glühenden Abendhimmel und gehen anschließend in die Auberge und lassen uns mit einer leckeren Tajine verwöhnen.

         

Freitag 10.2. Die 13 Dromedare schauen uns traurig hinterher, als wir heute Morgen die Auberge La Traditionale verlassen, denn Dietmar hat sie noch mit etwas Brot gefüttert. Wir fahren zurück bis Erfoud und über Nebenstraßen weiter. Auf der Strecke kommt dann etwas starker Wind auf und der Sand fegt über die Straße. Gegen Mittag erreichen wir den CP Les Tamaris in Goulmima. Am Nachmittag gehen wir in das ca. 2km entfernte Ksar. Es ist ein altes Wehrdorf und ist UNESCO-Welterbe. In diesem ca. 900 Jahre alten Dorf scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Es sind z.T. sehr dunkle enge und verwinkelte Gänge. Ein schmaler Kanal fließt hindurch, der u.a. zum Waschen genutzt wird. Auf einer etwas freieren Fläche hausen Kühe, die so kurz angebunden sind, dass sie sich nicht mal erheben können. Unser Rundgang endet fast wieder dort, wo wir reingegangen sind, Toll! Den Abend beschließen wir im Mobil, weil es draußen zu frisch ist, bei einem Gläschen?
CP: N31°41‘11‘‘  W04°57‘34‘‘         Tageskilometer: 143                Temperatur: 21°C

 

Samstag 11.2.: Bei stahlblauem Himmel und Windstille starten wir heute in die Thodra-Schlucht. Da ich einen falschen Ort in die Navi eingegeben habe, fahren wir zuerst nicht um das Gebirge Morrhad herum, sondern hinein und denken wir sind im wilden Kurdistan, sehr sehr schön. Also später zurück und über Tinerhir auf den schönen CP Soleil in Ait Quaritane. Das Tief an der Atlantikküste streckt seine Fühler aus; am Nachmittag bewölkt es sich und am Abend fallen ein paar Tropfen. Wir haben ein Taxi bestellt und fahren um 15.30 Uhr in die Thodra-Schlucht. Nach der Rückkehr kehren wir im CP Atlas ein, um einen Tee zu trinken. Dort treffen wir unverhofft Petra und Mario wieder. Für den Abend haben wir Essen auf unserem CP bestellt und lasse es uns gut schmecken.
CP: N31°32‘51‘‘  W05°35‘28‘‘         Tageskilometer: 196                Temperatur: 19°C

    

Sonntag 12.2.: Der Himmel ist grau verhangen und letzte Nacht hat es den einen oder anderen kurzen Schauer gegeben. Wir fahren über Boumalne du Dardes , -die Dardes-Schlucht lassen wir rechts liegen- nach Quarzazate. Auf der Strecke durchfahren wir ca. ein Dutzend Wasserfurten, die über die abgesenkte Straße schießen. Es muss hier in der Nacht mächtig gegossen haben. Kurz vor Quarzazate kommt linker Hand ein künstlich angelegter See und mehrere Kasbahs in Sicht. Sie sind alle mit Beton neu erbaut und auf alt getrimmt. Hier ist vor Jahren eine Filmindustrie erstanden, die hier hauptsächlich historische Filme drehen.
Der kommunale CP ist ziemlich stark frequentiert. Wir richten uns ein und am Nachmittag bummeln wir die ca. 1,5km zur alten Kasbah Taourirt. Sie ist von außen sehr imposant anzusehen und zu besichtigen. Alle Räume sind leer, aber man bekommt einen guten Eindruck über die verwinkelte Bauweise, mit den vielen Treppenhäusern und Räumen. In der obersten Etage ist ein Raum mit bemalter Zedernholzdecke.
Auf einer Moschee entdecken wir einen Storch, der sein Nest auf dem Minarett der Moschee eingerichtet hat (den haben wir vor vier Jahren dort schon gesehen, ob das wohl noch der Gleiche ist?). Wir schaffen es, trockenen Fußes wieder zum CP, aber dann fängt es wieder an zu tröpfeln. Für Übermorgen ist wieder gutes Wetter angesagt. Inschallah!
CP N30°55‘24‘‘  W06°53‘12‘‘          Tageskilometer: 173                Temperatur: 13°C

 

   

 

 

Montag 13.2.: Früher als erwartet, nach nur 1½ Tagen, ist das schöne Wetter zurück; keine Wolke am Himmel. Wir machen uns auf zum UNESCO-Welterbe Ait Ben Haddou. Ein altes Ksar, in dem früher ca. 150 Familien gelebt haben; heute sind es noch ca. zehn. Um heute über den Fluss zum Ksar zu kommen, müssen wir eine vor ca. sechs Jahren gebaute Fußgängerbrücke nehmen. Wegen des Regens der letzten Tage ist die romantische Flussquerung über Sandsäcke und Steine nicht möglich.
Wir steigen kreuz und quer nach oben, bis wir auf dem höchsten Punkt den Agadir (Speicher) erreicht haben. In weiter Ferne sehen wir den Hohen Atlas mit seinen Ausläufern, der dieses Jahr, aufgrund des strengen Winters, mehr Schnee zeigt als üblich.

 

 

 

   

Wir fahren weiter bis Tazenakht. Hier kaufen wir Obst, Gemüse usw. ein. Der Duft eines Grills zieht uns an und schon sitzen wir beim Tee und bestellen Hühnchen und Lamm mit Salat. Lecker!
Nun kann es weitergehen. Die letzten 80 Kilometer bringen uns bis auf eine Höhe von 1886m. Dann geht es abwärts in die Safran-Hochburg Marokkos Taliouine. Wir quartieren uns auf dem CP Toubkal ein und genießen den Nachmittag in der Sonne. Natürlich kaufen wir auch etwas von dem teuersten Gewürz der Welt ein. Wir zahlen für 1Gramm 3€.
CP N30°31‘22‘‘  W07°53‘38‘‘          Tageskilometer: 191                Temperatur: 14°C

 

Dienstag 14.2.: Heute haben wir alle Hummeln im …und fahren schon um 8.30 Uhr los. Wie sich später herausstellte, war das eine gute Entscheidung. Wie wir bereits hörten, hatte Marokko einen nassen Winter mit viel Schnee bis in die südlichen Regionen und das bekamen wir heute zu spüren. In den Bergen ist an vielen Stellen die Straße weggespült, so dass wir durch die Furten fahren mussten, die andere schon vor uns eingefahren hatten. Wir sehen heute grandiose Felsformationen, kleine Dörfer, die wie Vogelnester in den Bergen hängen und fahren ca. 30 Kilometer auf eine Höhe von ca. 1800m, mit Grünflächen und reichlich Mandelbäumen. Unser höchster Punkt ist der Pass mit 1888m. Zum Schluss der heutigen Fahrt kommen wir auf ca.1000m und durchfahren das Tal der Ammeln. Die Ammeln sind als Handelsleute weltbekannt und zeigen hier ihren Reichtum.
Wir erreichen Tafraoute, suchen uns in der stark frequentierten Oase einen Platz und machen ausgiebig Mittagspause. Später bummeln wir durch den Ort, kaufen für eine Tajine das Notwendige ein und auf dem Markt besorgen wir für die Freunde zu Hause das Tajinegewürz. Bei einem Schlückchen oder waren es zwei, beschließen wir den Abend an den Mobilen.
N29°43‘17‘‘  W08°59‘02‘‘      Tageskilometer: 204            Temperatur: 20°C

  

Mittwoch 15.2.: Wir stehen weiterhin auf dem Traumplatz in der Oase, umgeben von bizarren Felsformationen und weiteren ca. 100 Mobilen, die kreuz und quer verteilt stehen. Manche stehen hier wochenlang, denn der Service ist recht gut. Jeden Tag kommt Brot, Wasser wird gebracht, schmutzige Wäsche abgeholt und gewaschen und getrocknet zurückgebracht. Auch der Friseur kommt auf den Platz. Selbst WC-Kassetten werden zum Entsorgen mitgenommen.
Wir haben heute als Vorspeise Tomatensalat und als Hauptgericht Lammtajine gemacht. Dazu gab es französischen Rotwein. Am Nachmittag bummeln wir in den Ort, trinken gemütlich Tee und Rita sucht anschließend den Friseur auf. Auf dem Rückweg geht es über den Markt und wir machen den Rucksack wieder voll.
Das Wetter lässt nichts zu wünschen übrig, bei 22°C und blauem Himmel arbeiten die Solarzellen und füllen unsere Batterien.

  

 

 

Donnerstag 16.2.: Wir gehen den Tag heute gemütlich an. Es wird etwas klariert und unsere Nachbarn kaufen sich eine Solarzelle. Gegen Mittag gehen Rita und Dietmar mit Petra und Mario auf Wanderschaft. Nach einigen Stunden und fast 10 Kilometern kommen sie zurück. Wir essen den Rest der Tajine von gestern und leckere Bohnensuppe, denn Hermi hat die Knochen der Lammkeule ausgekocht. Als Nachtisch haben wir Obstsalat. So lässt es sich bei wolkenlosem Himmel gut leben.
Am späten Nachmittag, der Muezzin ruft gerade zum Gebet, gehen wir noch mal in den Ort. Fehlt uns irgendetwas? Aber ja, wir sind in der Stadt der Babouche (Puschen) und sollen auch für Freunde welche mitbringen. Die Auswahl ist schwer, den es gibt reichlich Handwerker und Händler. Außerdem kauft Dietmar sich einen Windschutz für seinen Grill.  Nach getaner Arbeit gibt es erstmal wieder einen Mente-Chai, mit leckeren Fettgebäck. Prost! Den Abend lassen wir vor den Mobilen ausklingen.

 

 

Freitag 17.2.: nach zwei Tagen in der Oase, geht die Reise heute weiter. Zuerst machen wir einen Abstecher (8km) zu den blauen Felsen. Hier, etwas außerhalb von Tafroute hat in den 1980er Jahren ein belgischer Künstler große Felsen mit blauer Farbe angemalt. Kunst in der Natur? Na ja, aber es zieht Touristen an. Am Ortsausgang von Tafraoute sehen wir einen großen Stein oberhalb der Häuser; es sieht aus, als wenn er jeden Moment auf die Häuser herunterplumpsen würde. Er soll lange so liegen bleiben, Inschallah. Die Strecke geht zuerst ca. 30km auf sehr schmaler Straße (etwas breiter als das Mobil), mit etwas tiefer liegenden Piste auf beiden Seiten, durch ein sehr schönes Tal. Später geht es auf breiterer Straße bergan und wir passieren den -Col du Kerdous- auf ca. 1100m Höhe. Hier lassen wir die Abfahrt nach Gülmim, SidiIfni links liegen. Danach, mit weiten Blicken in die Täler, geht es in Serpentinen abwärts und wir erreichen die Silberschmuckstadt Tiznit. Wie sagt Dietmar immer: „Die Fahrt war hammergut.“ Es ist früher Nachmittag und sehr warm, so dass wir uns hier nicht lange aufhalten und die 18 Kilometer ans Meer nach Aglou Plage fahren. Hier haben wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Auf dem P vor dem Hotel, mit Blick aufs Meer genießen wir den Tag und ein gutes Essen am Abend im Hotel.
P: N29°48‘16‘‘  W09°49‘58‘‘            Tageskilometer: 149                Temperatur: 26°C

  

 

 

Samstag 18.2.:Die Strecke heute ist unspektakulär. Wir fahren von Tiznit auf der N1, die z.T. noch auf vier Spuren ausgebaut wird, bis kurz vor Agadir und dann auf einer sehr guten vierspurigen Straße (P34) nach Taroudannt. Unterwegs sehen wir ausgedehnte Gewächshäuser, Orangenhaine, Arganienbäume und haben immer den schneebedeckten Hohen Atlas im Blick. Wir parken, wie immer, auf dem Parkplatz vor der großen Stadtmauer und machen ausgiebig >Siesta<. Später lassen wir uns mit der Pferdekutsche gemütlich herumfahren und landen im Souk, wo wir natürlich wieder etwas Nützliches finden. Nach der Rückkehr bummeln wir durch den gegenüberliegenden herrlichen Park, der heute, am Samstag-Spätnachmittag, gut besucht ist.
P N30°28‘25‘‘  W08°52‘14‘‘            Tageskilometer: 168                Temperatur: 24°C

 

 

     

Sonntag 19.2.: Wir fahren zurück Richtung Agadir, kaufen im großen marokkanischen Supermarkt >Marjane< ein und fahren zum Fischereihafen. Von den vielen langen Tischen nehmen wir die Nummer 21 und bestellen für alle, Fisch gegrillt, dazu marokkanischen Salat und hinterher einen Menthe-Tee. Heute ist Sonntag und auch viele Marokkaner sind, außer den Touristen, zum Essen hier. Unsere marokkanischen Tischnachbarn haben sich einen großen gemischten Teller mit Seefrüchten bestellt und laden uns ein, mitzuessen. Danke! Nun fahren wir noch ein paar Kilometer weiter nach Kamhrakht auf den CP Atlantica. Bei blauem Himmel hat der Wind aufgefrischt und sicherlich Stärke 5, den Schaumkronen auf dem Meer nach zu urteilen. Wir lassen es gemütlich angehen und bummeln später an der Steilküste (Platte) entlang.
CP: N30°30‘39‘‘  W09°40‘53‘‘                     Tageskilometer: 106                Temperatur: 20°C

  

Montag 20.2.: Agadir, die Stadt, die 1960 durch ein Erdbeben weitestgehend zerstört wurde, zieht heute viele Touristen an, weil hier beständig gutes Wetter herrscht und über zig Kilometer entlang des Meeres riesige Hotelanlagen entstanden sind. Apropos Erdbeben: Heute Morgen um 7.30 Uhr hat es hier ein leichtes Erdbeben der Stärke 4 gegeben. Die Menschen oberhalb des CP sind fluchtartig aus ihren Häusern gelaufen. Rita und Dietmar haben es in ihrem Mobil auch bemerkt. Wir verzichten auf eine Fahrt mit dem Bus nach Agadir und laufen etwas an der Klippe (Platte) entlang. Heute Mittag gibt es Spaghetti a´la Siziliana (und das in Marokko), aber lecker! Den Nachmittag faulenzen wir. Dietmar hat etwas Magenprobleme und ruht. Ob das der Rotwein war?

  

Dienstag 21.2.: Heute Morgen geht die Fahrt ca. 50 Kilometer die Küstenstraße entlang. Das Meer liegt ruhig da und an manchen Stellen freuen sich die Surfer über die hohe Brandung. Dann führt uns die Strecke ins Inland. Zuerst ein schönes Tal mit Bananenhainen und dann geht es etwas in die Höhe bis auf 335m. Die nächsten ca. 100 Kilometer geht es bergauf und bergab und immer begleiten uns Arganienbäume, soweit das Auge reicht. Wir sehen auch reichlich Ziegenherden, aber leider keine Ziegen auf den Bäumen, wie all die Jahre vorher. Zwischendurch stehen auch hier und da Eukalyptusbäume und der Ginster blüht herrlich. Die Straße ist gesäumt von Arganien-Verkaufsständen. Eine Polizeikontrolle meint es besonders gut mit mir, weil ich nicht angeschnallt bin kostet mich der Spaß 30€. Den bekannten Parkplatz in Essaouira kann wegen Bauarbeiten  nicht angefahren werden, aber etwas außerhalb gibt es direkt am Strand einen großen Parkplatz, der für Mobile ausgeschildert ist (3€). Am späten Nachmittag lassen wir uns mit einem Taxi in die Medina fahren, bummeln und kaufen natürlich wieder etwas, was wir dringend brauchen. Wir kaufen auch noch mal Arganienöl und sehen, wie die Nüsse von den Frauen gemahlen werden. Essaouira wurde im 18. Jhd. neu konzipiert und deshalb sind die Straßen der Medina rechtwinklig angelegt und wirkt ziemlich modern. Beim Menthe-Tee werden wir sehr musikalisch unterhalten.
P: 31°29‘43‘‘  W09°45‘51‘‘               Tageskilometer: 162                Temperatur: 21°

     

 

Mittwoch 22.2.: Bei der heutigen Fahrt bewegen wir uns immer auf der mittleren Höhe von ca. 400m. Anfangs begleiten uns noch Arganienbäume und später Feldwirtschaft. Wir erreichen Marrakesch gegen Mittag und finden den P an der Koutoubia-Moschee nur auf Umwegen. Wir bekommen hier Platz und brauchen nicht auf den 10 Kilometer entfernten CP ausweichen. Am Nachmittag gehen wir die wenigen Minuten zum Platz Djemma el Fnaa (Platz der Gehängten). Hier herrscht reges Treiben. Es gibt u.a. Schlangenbeschwörer, Musikgruppen, Henna-Malerei, Wahrsagerei und vieles mehr. Aber eins ist gewiss, Dietmar braucht ein neues Gebiss und der Zahnreißer ist sogleich bei der Arbeit. Passende Gebisse liegen schon auf dem Tisch. Wer durstig ist, der kann beim Wasserverkäufer, in seiner bunten Tracht gut zu erkennen, sich erfrischen (heute nur noch touristische Fotoattraktion). Wir verlassen den Platz und tauchen in den Souk ein. Wie überall, ein Gewirr von schmalen Gassen und zig kleinen Läden. Die Beine werden langsam müde und so genehmigen wir uns wieder mal einen >Berber Whiskey<. Der Himmel hat sich bewölkt und ab und zufallen ein paar Regentropfen, aber es ist warm. Nach der Rückkehr ist ausruhen angesagt, denn wir wollen heute Abend den Platz el Fnaa in anderer Mission erleben. Zum Abend werden die vielen und berühmten  Garküchen aufgebaut. Leider wird daraus nichts. Die Bewölkung nimmt zu und ein Gewitter zieht über uns hinweg, schade.
P: N31°37‘27‘‘  W07°59‘47‘‘            Tageskilometer: 179                Temperatur: 18°C

   

Donnerstag 23.2: Das Gewitter ist weitergezogen und der Himmel wieder blau. Wir machen heute Vormittag eine Kutschfahrt, mit einem Zweispänner und sehen hierbei Marrakesch auch von seiner eleganten Seite. Es gibt Wohnungen, wo der m² schon bis zu 5000 Euro kostet. Anschließend nehmen wir ein zweites Frühstück in einem der vielen Cafés ein und bummeln noch mal über den el Fnaa.

       

Nach ausgiebiger Mittagspause, etwas Sonnenbaden. Am Abend gehen wir wieder zum el Fnaa, wo nun die vielen Garküchen aufgebaut sind. Die Werber sind alle sehr rührig, uns an einen der Tische zu bekommen. Schließlich haben wir einen Passenden gefunden (Nr. 42) und suchen uns etwas von den vielen kleinen Gerichten (Tajine, Spieße, allerlei Gegrilltes) aus. Nur von den gekochten Hammelköpfen, die hier eine Deliktesse sind, lassen wir die Finger. Gut gesättigt, drehen wir noch eine Runde über den Platz, schauen noch mal all seine Darbietungen und dann zurück zu den Mobilen.

  

 

Freitag 24.2.: Die heutige Fahrt beginnt unbequem. Wir sind gerade auf der Straße, da fällt die Navigation aus -Keine Berechnung möglich- und so bleibt es auch. Wir drehen eine Ehrenrunde in Marrakesch bis wir die richtige Ausfahrt gefunden haben. Dann geht es über die P12 nach Safi. Die Suche nach dem SP bleibt erfolglos und so nehmen wir die Straße an der Steilküste mit herrlichen Aussichten und machen erstmal Mittagspause. Petra und Mario sehen uns stehen und stoppen bei uns. Nun ist das Navi-Problem schnell gelöst. Mario nutzt auf seinem Smartphone die App >Here we go<. Ich lade sie herunter und die Karte Marokko dazu und schon kann ich wieder offline navigieren.
Wir fahren die Küstenstraße weiter bis zu dem schönen Örtchen El Qualidia. Unten, nahe am Strand, gibt es einen großen Parkplatz (3€), auf dem heute ca. 30 Mobile stehen. Man wird sofort umringt von Fischern, die Fische, Muscheln, Krebse und Austern verkaufen wollen. Wir ordern Doraden und lassen sie uns auch grillen, oberlecker! Das Wetter ist nicht ganz nach unserem Geschmack. Der Himmel ist heute durchgehend bewölkt, aber kein Regen und es ist warm.
Den Abend sitzen wir in trauter Runde zwischen den Mobilen und werden uns heute wohl zum letzten Mal von Petra und Mario aus Rinteln verabschieden, denen wir in den letzten Wochen immer wieder begegnet sind, da unsere Rundfahrt ähnlich gelagert war.
P: N32°43‘55‘‘  W09°02‘36‘‘            Tageskilometer: 238                Temperatur: 18°C

 

Samstag 25.2.: Heute Morgen machen wir am Strand, mit seinen vorgelagerten Riffen, einen Spaziergang. Dieser Ort lohnt das Wiederkommen. Auf der Fahrt entlang der Küste sehen wir viel Gemüseanbau. Wir kaufen unterwegs auch Weiß- und Blumenkohl. Gegen Mittag erreichen wir El Jadida und richten uns auf dem CP International ein. Heute Mittag ist Selbstversorgung. Es gibt Steaks vom Grill, Weißkohlsalat, Bratkartoffeln und zum Nachtisch Obstsalat mit Sahne und Brandy. Alles oberlecker!
Am Nachmittag gehen wir die 2,6 Kilometer am Strand entlang zur City Portugiese. Diese alte Burganlage der Portugiesen, mit Zitadelle, ist heute noch bewohnt und ein Touristenmagnat. Selbst den Lügenbaron Münchhausen konnte ich auf einer der rostigen Kanonen sehen. Nach einer ruhigen Teepause geht es mit Taxi zurück.
CP: N33!14‘24‘‘  W08°29‘19‘‘                     Tageskilometer: 86                  Temperatur: 19°C

        

Sonntag 26.2.: Heute wird klariert und ausgeruht. Rita und Dietmar erkunden mit dem Fahrrad die Gegend. Der Himmel ist blau, aber die Temperatur ist mäßig, nur 18°C, also müssen wir uns am Nachmittag mit einem Lumumba aufwärmen.
Überraschenderweise sind auch Petra und Mario wieder eingetroffen und so sitzen wir am Abend beim Lagerfeuer, das Mario entfacht hat und grillen lecker gewürzte marokkanische Putenwürstchen über dem offenen Feuer. Ein paar Hochprozentige entfachen bei uns das Feuer von innen.
Freudige Nachricht für Bärbel und Dietmar: Die Ersatzteile sind in Fes eingetroffen und sollen Morgen in Chefchauen sein. Nun hoffen wir auf eine erfolgreiche Reparatur!

  

 

Montag 27.2.: Die heutige Fahrt, durch das marokkanische Tiefland ist nicht so interessant, also nehmen wir die Autobahn. Etwa auf Höhe Casablanca zeigt der Tachostand 400.000 Kilometer an. Danke Oker-Löwe! Gegen Mittag erreichen wir Rabat. Hier an der Flussmündung des Bou Regreg kann man nicht mehr frei stehen; das ehemalige Gelände ist als Promenade ausgebaut. Es gibt aber einen Parkplatz, den wir für 6€ nutzen können.
Am Nachmittag gehen wir die 1,3 Kilometer zum Hassan-Turm. Hier wollte der Almohaden-König Jakub el Mansur Ende des 12. Jhd. die größte Moschee bauen. Er ist darüber hinweg gestorben und so stehen heute nur die Stümpfe der 424 Säulen und das nicht vollendete Minarett, mit 44 Meter Höhe, das 80 Meter hoch werden sollte.
Auf die Besichtigung des Regierungsviertels mit dem Königspalast verzichten wir, da man nur auf große Entfernung einen Blick darauf werfen kann.
Gleich nebenan ist das prunkvolle Mausoleum von Mohamed V., der 1961 verstorben ist, zu besichtigen.
Den Rückweg nehmen wir über den Souk (heute ohne Berber-Whiskey) und besteigen noch die aus dem 12. Jhd. entstandene Kashba, die direkt vor unserem Parkplatz, an der Flussmündung, auf einem Felsen errichtet wurde. Von hier oben hat man einen sehr schönen Blick über Rabat, über den Fluss nach Salé und auf den riesigen Friedhof von Rabat.
P: N34°01‘44‘‘  W06°50‘00‘‘           Tageskilometer: 197               Temperatur: 18°C

 

  

 

Dienstag 28.2.: Wir verlassen Rabat im dicken Berufsverkehr und erreichen nach einer halben Stunde die Autobahn. Über viele Kilometer begleiten uns Wälder mit Korkeichen (Marokko ist großer Exporteur), Pinien und Eukalyptusbäume. Der CP International in Moulay Bouselham liegt direkt an der Lagune. Die Sandbänke sind nur bei Ebbe sichtbar.
Zu Mittag gehen wir hinauf in das Dorf und essen in einer Garküche sehr marokkanisch.
Am Nachmittag wird gesonnt und gezockt, aber die Luft ist bei wolkenlosem Himmel recht frisch. Ein Campari wärmt uns von innen.

Nach langer Zeit mal wieder ein Sonnenuntergang im Bild!

CP: N34°52‘33‘‘  W06°17‘18‘‘                    Tageskilometer: 136               Temperatur: 18°C

 

  

Mittwoch 1.3.: Wir fahren durch leicht hügeliges Gelände und erklimmen mit 208 Metern die höchste Höhe. Auch die Störche fühlen sich in dieser Gegend besonders wohl, denn sie bauen ihre Nester schon in Etagen. Seit gestern begleitet uns eine niegelnagelneue elektrifizierte Bahnstrecke, die zum Teil noch im Bau ist. Marokko modernisiert sich!

Wir erreichen Assilah und parken am Hafen (4€). Unser erster Gang führt uns in die sehr schöne Altstadt (Medina), die wir durch das alte Stadttor el Homar betreten, mit den kleinen, niedlichen und sehr sauberen Wohngassen. Die gesamte Medin ist mit einer begehbaren Stadtmauer umgeben. Außerhalb der Stadtmauer ist große Betriebsamkeit. Wir finden in einer Seitenstraße ein Restaurant, wo wir gut gegessen haben. Sogar Bier und Wein konnten wir bestellen. Wir stehen direkt am Wasser und lassen uns von der Brandung in den Mittagsschlaf wiegen. Am Nachmittag holen wir uns ein paar alte Amphoren/Vasen ab, die wir uns am Vormittag ausgesucht haben. Andenken muss auch mal sein!
P: N35°28‘04‘‘  W06°02‘11‘‘           Tageskilometer: 86                 Temperatur:20°C

   

Donnerstag 2.3.: Heute wird ein spannender Tag. Gelingt die Reparatur des LT35? Der Zylinderkopf, extra angefertigt, da er nicht mehr erhältlich, ist gestern eingebaut worden. Leider passt die Spannrolle nicht und wird heute aus Tetuan per Taxi angeliefert.
Wir wollen es genau wissen und fahren von Assilah nach Chefchaouen um Bärbel und Dietmar persönlich abzuholen. Die Einstellung des Motors ist in vollem Gang und um 14.30 Uhr läuft der Motor erstmals wieder. Nun ist es wirklich Zeit, dass Bärbel und Dietmar, nach vier Wochen langem Warten, hier Abschied nehmen. Wir fahren auf den CP und grillen reichlich Steaks, dazu Tomatensalat, Pellkartoffeln und deutschen Wein. Alles oberlecker! Es wird eine Party, auf der viel zu erzählen ist.
CP: N35°10‘44‘‘  W05°16‘40‘‘                     Tageskilometer: 153                Temperatur: 20°C

Freitag 3.3.: Heute wollen wir Marokko und Afrika verlassen. Die Grenzstation Seuta ist schnell erreicht. Die Grenzabfertigungen gehen problemlos vonstatten und so sind wir nach ca. einer Stunde in der spanischen Exklave. Die Wartezeit am Hafen ist ziemlich lang, da die nächste Fähre erst um 15.45 Uhr abfährt. Es kommt auch noch ein böiger Wind mit Regenschauern auf, so dass wir gefühlte Windstärke 7 auf der Überfahrt haben. Nach genau einer Stunde hat Europa uns wieder. Wir werden mit weiß-blauem Himmel empfangen und plündern zuerst den Lidl in Palmones und übernachten auch hier auf dem naheliegenden Parkplatz.
Rita und Dietmar verabschieden sich von uns, sie möchten den Süden Spaniens kennenlernen.
Bärbel, Dietmar und die Oker-Löwen werden nun gemütlich die spanische Mittelmeerküste nordwärts fahren und, wenn das Wetter es gut mit uns meint, in Frankreich das Tarntal bereisen.
Hiermit schließe ich den Reisebericht Marokko ab und wir freuen uns auf die Clubversammlung April. Bis dahin, Tschüß
P: N36°10‘45‘‘  W05°26‘21‘‘            Tageskilometer: 121

 

Fazit Marokko

Das nordwestlichste Land Afrikas, ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Seeseitig eingefasst vom Atlantik und Mittelmeer, mit zigtausend Kilometer Stränden. Im Osten grenzt es an Algerien und im Süden an Mauretanien. Quer über das Land erheben sich die schneebedeckten Atlasgebirge, mit dem 4165 Meter hohen Toubkal.
Es gibt sehr viel Ödland, aber auch große Gebiete mit intensiver Landwirtschaft. Marokko kann sich selbst versorgen!
Auch die Bildung macht enorme Fortschritte, weil der König vor einigen Jahren die Schulpflicht eingeführt hat. Es werden auch Schulbusse eingesetzt, um Kinder aus entlegenen  Dörfern abzuholen.
Der Straßenverkehr über Land ist mäßig, in den Orten und Städten aber enorm. Besonders auffällig sind überall die unzähligen Taxis, die einen sehr preiswert befördern (z.B. 3km für 0,70€). Das Straßennetz ist dicht und die Qualität der Straßen fast überall gut. Natürlich sind auch im ganzen Land die Esel als Lasttiere gebräuchlich. Überall, selbst in entlegenen Dörfern, werden viele Häuser neu gebaut. Die Infrastruktur der Campingplätze hat sich stark verbessert. Die Preise liegen zwischen ca. 3 bis 12 Euro/Nacht.
Der König Mohamed VI. ist aufgrund der Neuerungen, die er eingeführt hat (z.B. Schulpflicht, Rechte der Frauen, Ansiedlung großer Wirtschaftsunternehmen, Förderung der Landwirtschaft usw.), sehr beliebt. Er wird sogar verehrt.
Es bildet sich eine immer größer werdende Mittelschicht heran. Aufgrund des großen Kinderreichtums ist leider die Arbeitslosigkeit, besonders unter den jungen Menschen, noch sehr hoch. Trotzdem, Marokko ist auf einem guten Weg.

Wir kommen wieder, Inschallah!

Euer Oker-Löwe

Nachsatz:
Unsere schöne Reise geht zu Ende. Wir möchten Danke sagen. Nur schade, dass wir das schöne Land und die große Reise durch Marokko nicht genießen und erleben konnten, weil wir Motorschaden hatten. Für uns war sie kurz aber sehr beeindruckend. Viele nette Menschen haben wir in den vier Wochen kennen gelernt. Überwältigend war ihre Gastfreundschaft. Tränenreich war der Abschied. Aber unsere Rückreise war sehr schön. Manfred und Hermi haben uns an wunderschöne Orte geführt, die uns in Erinnerung bleiben. Gut erholt und gesund werden wir heim kommen.
Für Euren großen unermüdlichen Einsatz und Hilfsbereitschaft danke Euch Beiden.

   
Dietmar und Bärbel