Reise nach Schweden und Norwegen

Donnerstag 02.06.: Endlich ist es soweit. Wir machen uns auf den Weg nach Rostock zum Fährterminal. Unterwegs immer wieder Regenschauer auf das frisch gewaschene Mobil! In Rostock-Bentwisch, Hansestraße 47 ist ein riesiges Einkaufszentrum; hier wird noch mal vollgetankt. Um 14 Uhr sind wir am Hafen und es geht auch bald auf die >Peter Pan<. Nach sechs Stunden, bei glatter See und einem sehr schönen Sonnenuntergang, sind wir pünktlich um 22 Uhr in Trelleborg. Der Parkplatz (11€) ist nur 3 Km entfernt und schon ziemlich voll, aber wir bekommen noch Platz.
Tageskilometer: 317 (+Fähre); GPS: N55°22‘30‘‘ E13°07‘12‘‘

Freitag 03.06.: Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel. Wir fahren nach Ystad. Der P für Mobile ist nahe am Yachthafen und kostenlos.
Da die Schmerzen im linken Bein bei Hermi weiterhin sehr stark sind, lassen wir uns mit einem Taxi zum Krankenhaus fahren. Dort läuft alles sehr schleppend. Die Röntgenaufnahmen ergaben keine Fraktur oder ähnliche Schäden und so haben wir nach fast sechs Stunden das Kkh. wieder verlassen. Außer Schmerzmittel wurde uns keine weitere Information zuteil. Zurück am Mobil genießen wir den Abend mit Blick auf die Ostsee.
Tageskilometer: 58; GPS: N55°25‘36‘‘ E13°48‘48‘‘

 

 

Samstag 04..06.:Ystad ist bekannt geworden durch Henning Mankels Kriminalromane und deren Verfilmung hier in Ystad. Also machen wir uns auf die Spurensuche; einen Mörder haben wir nicht gefunden, aber viele schöne Fachwerkhäuser in der mittelalterlich geprägten Stadt (25.000 Einw.). Hier steht auch das sog. >Pilgrändhuse< . Es ist das älteste Fachwerkhaus in Skandinavien und datiert aus dem Jahre 1480.

 

Sonntag 05.06.: Unsere erste Station nach 18km ist heute Kasperga. Vom P )GPS: N55° 23‘19‘‘ E14°03‘46‘‘) gehen wir ca. 1,2km zu den >Ale Stena<, das sind schiffsähnlich aufgestellte Steine aus dem 1.Jhd. v.Ch. Die Anordnung der mannshohen Steine ist so, dass Bug und Heck genau den Sonnenauf- und –Untergang jeweils zur Sommer- und Winterwende markieren. Auch die anderen Steine, die parabelmäßig angeordnet sind, zeigen bestimmte Zeitfunktionen der Monate.

 

 

  

 

 

Wir fahren weiter nach >Glimmingshuse<. Dieses alte Gemäuer, mit Wandstärken bis u 2,5m, haben wir uns nur von außen angesehen. Der Eintritt sollte 7,70€ kosten.

Wir fahren weiter nach Simrishamn und parken gegenüber dem Yachthafen und werden von den benachbarten Schweden (Britt und Roland) direkt freundlich begrüßt. Nach der Mittagspause machen wir einen Rundgang durch den kleinen schönen Ort mit der rustikal gebauten Kirche.
Tageskilometer: 54; GPS: N55°33‘34‘‘ E14°21‘03‘‘

Montag 06.06.: Heute ist in Schweden Nationalfeiertag. Hier in Simrishamn wurde er feierlich begangen. Eine Musikkapelle und viele Menschen mit blau-gelben Fahnen zogen durch den kleinen Ort bis zum Park. Mit Musik wurde die Nationalflagge hochgezogen und anschließend die Nationalhymne gesungen. Die Bürgermeisterin hielt eine Rede und es wurden reichlich Geschenke an diverse Personen/Gruppen ausgegeben. Nach gut zwei Stunden war die Feier vorüber.
Bei weiterhin wolkenlosem Himmel haben wir es uns im Grünen gemütlich gemacht und das Treiben im Hafen beobachtet.

  

 

Dienstag 07.06.: Nach 21 Kilometer erreichen wir Kivik. Unser Ziel ist das 3000 Jahre alte Königsgrab. Von außen sehen wir einen großen, langgestreckten, steinernen Hügel. Im Inneren sehen wir nur einige aufgestellte, mit Inschriften versehene Steine, die das Grab markieren; weiter ist nichts zugänglich. Etwas enttäuscht verlassen wir dieses Grab.

  

 

Nach weiteren 165 km erreichen wir Karlskrona. Auf dem riesigen Parkplatz am Hafen, sind die Plätze für Mobile extra gekennzeichnet. Die Übernachtung kostet 16,50€, inklusive Strom, Dusche und V/E. Am Nachmittag ist die Besichtigung des nahegelegenen Marinemuseums vorgesehen. Die erste Halle beherbergt viele Modelle (Galeeren, Segelschiffe usw.), sowie Handwerkerutensilien. In einer weiteren Halle ist ein U-Boot (gebaut 1978) ausgestellt. Es ist original ausgestattet und es sind drei Eingänge vorhanden, so dass auch alles besichtigt werden kann. Interessant ist der überall hinterlegte Sprechverkehr (Kommandos usw.) In einer weiteren Halle sind Barkassen und andere Holzboote aus dem 17. Bis 19. Jhd. zu besichtigen. Draußen im Wasser liegen noch zwei ausgemusterte Kriegsschiffe und eine Dreimastbark. Zu allen Schiffen ist der Zutritt möglich. Es war eine rundum interessante Besichtigung. Übrigens: Eintritt frei!
Tageskilometer: 186, GPS: N56°09‘56‘‘  E15°35‘37‘‘

 

   

 

Mittwoch 08.06.: Wir fahren nach Kalmar und weiter über die 6km lange Brücke auf die Insel Öland.
Bei Borgholm wollen wir das Schloss besichtigen, aber das wird eine Nullnummer. Das Schloss ist nur eine Ruine und selbst hierfür soll bei Besichtigung noch Eintritt bezahlt werden.
Das einen Kilometer entfernte Schloss Sulligen liegt in einem sehr schönen Park. Der Eintritt kostet 11€. Allerdings kann man das Schloss nicht sehen, weil weit vorher im Park abgesperrt ist.

  

Nach dieser Enttäuschung fahren wir nach Kalmar zurück und parken in der Nähe des Läns Museums. Hier ist in der 3. Etage das gesamte Drama des Kriegsschiffes Kronan zu besichtigen. Die Kronan, das mächtigste Kriegsschiff der schwedischen Großmacht, sank 1676 vor der Küste Ölands durch Beschuss und explodierte. Von den 800 Mann Besatzung wurden nur 42 gerettet. Das Schiff lag nun über 300 Jahre in 26 Meter Tiefe. Seit 1981 wird es von Tauchern untersucht und inzwischen sind über 30.000 Teile gehoben worden und hier im Museum ausgestellt. Wenn man hier durchgeht, lebt man das Drama förmlich mit, so lebensecht ist alles aufbereitet und dargestellt.

  

Nach dem Museumsbesuch machen wir noch einen Bummel durch die naheliegende Altstadt. Interessant ist der Dom und das Rathaus aus dem 17. Jhd.
In dem Kalmarer Schloss, das eigentlich eine richtige wasserumflutete Trutzburg ist, wurde 1397 unter der dänischen Königin Margarete, die Union der drei nordischen Reiche Dänemark, Schweden und Norwegen gegründet.

  

Übrigens: Wetter immer noch warm, aber seit heute Nachmittag bewölkt.
Tageskilometer: 173  GPS: N56°39‘47‘‘  E16°21‘58‘‘

 

Donnerstag 09.06.: Die Sonne weckt uns mit einem wolkenlosen Himmel. Wir sind früh dran und fahren gemütlich nach Kosta und parken am Outlet-Center. Kosta ist eigentlich das Zentrum der Glasbläserei, die man hier im Umkreis von ca. 50km findet. Hier im Ort gibt es aber keine Glasbläser mehr.
Also fahren wir weiter nach Eksjö. Wir parken mitten im Ort und nach der Mittagsruhe bummeln wir durch die Stadt, mit den bunt gestrichenen historischen Holzhäusern. Neben Roros in Norwegen, ist dies einer der ganz wenigen Orte in Skandinavien, wo diese historische Holzbebauung noch erhalten ist.
Einen Ausflug in den 10km entfernten Skurugate-Canyon schenken wir uns, da Hermi immer noch nicht gut zu Fuß ist.
Im Ort finden wir keinen schönen Übernachtungsplatz und der Nachmittag ist noch jung, also fahren wir weiter.

 

     

 

 


In Berg am Götakanal soll der Parkplatz für Mobile 20€ kosten. Nebenan für PKW kosten 24 Std. nur 8,80€. Das nennt man Wucher! Also drehe ich den Schlüssel wieder um und finde im Ort am Sportplatz einen schönen Übernachtungsplatz.
Die Sonne scheint und wir haben um 20 Uhr noch 14°C.
Heute habe ich das erste Mal in Schweden getankt. Der Diesel kostet fast überall 1,40€ ± 3ct. Ich habe zufällig eine sehr preiswerte erwischt (1,34€).
In Berg gibt es die meisten Schleusen hintereinander; 13 Stück an der Zahl.
Tageskilometer: 334  GPS: N58°29‘19‘‘  E15°32‘02‘‘

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag 10.06.: Stockholm empfängt uns mit Himmel weiß-blau. Die Temperatur ist gefallen (Mittag 17°C). Der SP Langholmes ist voll, also weiche ich aus auf den Parkplatz Strandvägen (Gebühr tagsüber 13€, nachts kstl.). Es soll die schönste Straße Stockholms sein.  Die prächtigen Bauten auf der einen Seite und andererseits das Wasser mit den Schiffen aller Art, zeugen davon.
Von hier aus ist alles fußläufig erreichbar.

Mein erster Gang ist zum Wasa-Museum (Fußweg 5min).
Die Wasa, ein Kriegsschiff, 1628 in Dienst gestellt, fuhr auf der Jungfernfahrt ca. einen Kilometer und geriet noch im Stockholmer Hafen in eine Windböe und sank. Der Grund hierfür war, dass die holländischen Erbauer falsch gerechnet hatten. Der Schwerpunkt des 69 Meter langen Schiffes war zu hoch, u.a. auch wegen der in zwei Ebenen angebrachten 64 Kanonen. Der ganze Stolz des Königs Gustav II. Adolf war dahin. Die Wasa wurde nun nach 333 Jahren gehoben und hier in der extra dafür gebauten Halle wieder aufgestellt. Sie wird noch auf zig Jahre künstlich feucht gehalten, damit sie nicht rissig wird. Über fünf Etagen kann die Wasa von allen Seiten rundum besichtigt werden. Außerdem sind zigtausend Einzelteile, inklusive rekonstruierter Menschenköpfe ausgestellt. Die Wasa wurde aus über 1000 Eichenstämmen, die aus dem Ausland herbeigeschafft wurden, gebaut.

 

 

 

 

Am späten Nachmittag haben wir dann einen Gang in die Altstadt (2km) gemacht und bekamen unseren ersten Regenschauer. Also ab ins Taxi und zurück. Mit schönem Blick auf das Treiben auf dem Wasser genießen wir den Abend im Mobil.
Tageskilometer: 209  GPS: N59°19‘53‘‘  E18°05‘23‘‘

 

 

 

 

 

Samstag 11.06.: Um 10 Uhr gehen wir in die Altstadt (Gamla Stan). Zuerst besuchen wir den Dom (Eintritt 3,30€ für Rentner), in dem u.a. auch die königlichen Trauungen stattfinden. Es ist eine sehr schöne Kirche, aus roten Backsteinen gebaut. Die sehr barocke Kanzel und alle anderen Ausstattungen sind in Gold gehalten; man fühlt sich wohl hier drinnen.

 

       

 

 

 

Danach kommen wir zum Hauptplatz, mit der ehemaligen schwedischen Börse, die heute das Nobel-Museum beherbergt.
Der Platz besticht durch seine schönen Häuser rundherum.

 

Zur deutschen Kirche sind es nur ein paar Schritte weiter.
Sie ist mir den sehr bunten Glasfenstern und dem dunklen Holz sehr schön ausgestattet.

 

 

 

Nun gehen wir zum königlichen Stadtschloss und erwarten um 12.15 Uhr die Wachablösung, die mit großer Musikkapelle und sicherer Zeremonie abläuft.
Nach 15 Minuten ist alles vorbei.

    

Wir genehmigen uns an einem Stand ein Lamm Korv und gehen zurück zum Mobil.
Den späten Nachmittag genießen wir auf einer Bank in der Sonne –manchmal kommt auch eine dunkle Wolke vorbei- bei 15°C.

Sonntag 12.06.: Heute geht es weiter nordwärts. Wie immer entspanntes Fahren in Schweden.  Um die Mittagszeit erreichen wir Hudiksvall. Ein riesengroßer Platz erwartet uns gegenüber dem Yachthafen. Der Platz bietet eine kostenlose Kassetten- und Bodenentsorgung. Frischwasser kostet allerdings 5,50€. Morgen früh werde ich meine erste V/E in Schweden durchführen. Viele Schweden stehen hier und verbringen das Wochenende mit angeln. Ich habe in diverse Eimer geschaut, aber keine Fische gesehen; sie nehmen es gelassen -irgendwann beißt schon einer an. Nach einem ausgedehnten Spaziergang ist Sonnenbaden angesagt.
Tageskilometer: 301   GPS: N61°43‘26‘‘  E17°06‘45‘‘  Wetter: sonnig, 17°C

  

 

Montag 13.06.: Wir haben uns entschlossen nicht ganz in den Norden zu fahren und verlassen bei Sundsvall den bottnischen Meerbusen und biegen ab ins Landesinnere. Auf der E14 geht es gemütlich nach Östersund. Der Gang ins Zentrum (ca. 2km) war nur insofern ergiebig, als dass der Rückweg, mit schweren Beuteln, lange Arme machte. Die Stadt ist großzügig angelegt, aber ohne Gesicht. Am See lassen wir nachmittags die Beine und die Seele baumeln.
Tageskilometer: 275  GPS: N63°11‘13‘‘  E14°37‘46‘‘  Wetter: sonnig, 18°C

Dienstag 14.06.: Bisher sind wir nur durch flaches oder etwas hügeliges Land gefahren. Heute änderte sich das. Die Straßen werden steiler und es begleiten uns schneebedeckte Berge. Bei Are sind wir im schwedischen Wintersportgebiet, aber z.Zt. sind die Pisten schneefrei. Der Grenzübergang von Schweden nach Norwegen wird nur durch Schilder markiert. Es gibt keine Kontrolle. Auf der norwegischen Seite geht es nun talwärts. Links und rechts ragen Wälder empor und ein Fluss begleitet uns. Eine reizvolle Landschaft, die sich später ausweitet; man fühlt sich ins Allgäu versetzt.

Die letzten 30 Kilometer nach Trondheim fahren wir über die A6 und einige zum Teile recht lange Tunnel. Maut wird, wie in Schweden, automatisch erfasst; die Rechnungen werden sich zu Hause stapeln. Der kostenlose Parkplatz (ca. 20 Plätze), nahe der Innenstadt, ist rappelvoll als wir dort ankamen. Ich habe an der Straße gestanden und gewartet. Wie heißt es so schön: Junger Mensch muss Glück haben! Nach einiger Zeit wurde ein Platzfrei, den ich sofort übernahm.

 

 

Nach der Mittagspause: Abmarsch in die Stadt. Eine Fußgängerbrücke führte direkt vom Parkplatz über einen ca. 300m breiten Fluss. Nach ca. 1,5km waren wir in einem großen modernen Einkaufszentrum. Eine neue Karte fürs Internet und ein Bankautomat und schon sind wir wieder gut ausgestattet.

 

 

Der Besuch des riesigen Doms erübrigt sich bei einem Ticketpreis von 10€/P. Wir schauen kurz rein und stellen fest, dass er a) sehr dunkel und b) teilweise verhängt ist, weil dort demnächst eine Aktion stattfinden soll.

 

 

 

  

Zurück am Mobil ist wieder sonnenbaden angesagt.
Tageskilometer: 264  GPS: N63°25‘34‘‘  E10°22‘55‘‘  Wetter: sonnig, 18°C

 

 

Mittwoch 15.06.: Die Strecke heute bietet sehr schöne Panoramen; Berge, Seen, Fjord mit Fährverbindung (20min Fahrt=33€) und reichlich Tunnel.

 

Der Parkplatz am Yachthafen in Kristiansund empfängt uns bei blauem Himmel. Im hinteren Teil des Hafens ist eine kleine Werft, wo solche Schätzchen wieder hergerichtet werden.
Tageskilometer: 193 (Æ 50km/h)  GPS: N63°07‘17‘‘ E07°43‘45‘‘  Wetter: sonnig, 16°C

 

 

 

 

 

  

 

Donnerstag 16.06.: Am Morgen ist der Himmel wolkenverhangen. Heute fahren wir die bekannte Atlantik-Route auf der N64. Laut Reiseführer soll es sich um eine der schönsten Strecken weltweit handeln, schaun wir mal! Die Reise beginnt kurz hinter Kristiansund mit einem 6 Kilometer langen Tunnel unter den Fjord. Erst geht es ca. 3km 10% schräg abwärts und anschließend ebenso wieder hoch. Einen ähnlichen Tunnel haben wir später noch mal. Nach der Mautstelle (14,30€) beginnt zuerst eine karge steinige Landschaft. In den Schären passieren wir insgesamt 8 Brücken, die z.T. spektakulär aussehen. Um punkt 11 Uhr verschwinden die Wolken und auch die Landschaft hat sich wieder verändert in das schöne Bild von Wasser, Hügeln und rundherum schneebedeckten Bergen; einfach traumhaft. Nach einer kurzen Fährfahrt (24€) erreichen wir am Ende des Fjords Andalsnes. Ein ausgewiesener Parkplatz für Mobile (kstl.) bietet reichlich Platz. Das Universalhaus bietet für jeden etwas.
Tageskilometer: 130  GPS: N62°34‘00‘‘  E07°41‘30‘‘  Wetter: bewölkt, sonnig, 19°C

       

Freitag 17.06.: Auch heute wieder eine atemberaubende Strecke; vier lange Tunnel (einer 6,6km) und mehrere kurze, sowie eine neue himmelwärts strebende Brücke. In Alesund nehmen wir nicht den Parkplatz für Mobile (27€), sondern parken in der Nähe an der Straße (2,20€/Std.) Die auf drei Inseln gelegene Innenstadt ist 1904 abgebrannt und wurde komplett im Jugendstil wieder aufgebaut. Der Blick von Hausberg, über fast 500 Stufen zu erreichen, ist wohl sehr schön. Ich habe wegen der neuen Hüfte leider nur etwa ein Drittel geschafft, aber auch von hier einen schönen Überblick gehabt.
Nach dem Stadtbummel sind wir auf den Parkplatz des 5 Kilometer entfernten Sunnmore-Freilichtmuseums gefahren. Ein schöner Übernachtungsplatz.
Tageskilometer: 120  GPS: N62°28‘06‘‘  E06°14‘24‘‘  Wetter: bewölkt, 12°C

  

 

 

Samstag 18.06.: Der Morgen beginnt mit einem tierischen Erlebnis. Ein Hirsch möchte sich bekannt machen und quert unseren Parkplatz, um auf der anderen Straßenseite zu verschwinden.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere erste Station ist heute Hellesylt. Nach kurzer Wartezeit kommt die Fähre und wir fahren durch den Geirangerfjord (135€).

Links und rechts ragen die Berge aufwärts und selbst an diesen steilen Hängen gibt es vereinzelt kleine Bauernhöfe, die aber zumeist nicht mehr bewirtschaftet werden.

 

 

 

Von den vielen Wasserfällen sind die bekanntesten, die benachbarten >Sieben Schwestern<. Gegenüber rauscht der >Freier-Wasserfall< in den Fjord hinab.
Dessen Werbung nach Verlobung mit den sieben Schwestern wird seit eh und je nicht erhört!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer Stunde erreichen wir Geiranger. Hier liegt bereits ein Kreuzfahrtschiff und die Queen Elisabeth wird heute auch noch erwartet. Wir parken direkt vor dem CP. Nach der Mittagspause und dem abklappern der Souvenir-Läden fahren wir weiter.

 

Zuerst geht es 16 Kilometer steil bergan, mit unzähligen Haarnadelkurven und an ebenso vielen Wasserfällen vorbei. Das hat Spaß gemacht! Oben auf 1032m Höhe ziehen sich die Berge zurück und wir fahren gemütlich über 70 Kilometer nach Lom und parken direkt neben der Stabkirche. Viele Menschen möchten diese Kirche sehen und deshalb ist der Parkplatz voll mit Bussen und PKWs.
Es ist eine der ältesten Stabkirchen in Norwegen. Die ältesten Holzteile (Kiefer) zeigen, dass man 1158 begonnen hat diese Kirche zu bauen. Im Innern sind die Bau- und Schnitzwerke vom Allerfeinsten (Eintritt 5,50€/P).

  

 

 

Neben dem Parkplatz ist an diesem Wochenende Martinas-Fest. Neben den üblichen Ständen wird auch Landwirtschaftliches Gerät ausgestellt. Ich komme mit einem Standhalter ins Gespräch, der selbst gemachte Wildwurst anbietet. Ich probiere Rentier- Hirsch- und drei Sorten Elchwurst (mit Blaubeeren, Rotwein und Whiskey). Alles schmeckt sehr lecker. Ich kaufe nichts, bringe ihm aber zum Probieren reichlich Eichsfelder Stracke.
Nebenbei erzählt er mir, dass er Jäger ist und bereits mehrmals in Polen zur Jagd war. Wir haben lange geklönt.
Tageskilometer:179  GPS: N61°50‘20‘‘  E08°33‘59‘‘  Wetter: bewölkt, sonnig, 17°C

 

 

 

 

 

 

Sonntag 19.06.: Zuerst fahren wir ca. 40km durch ein sehr schönes Tal, aber dann geht es bergan. Auf 1000m Höhe haben wir die Schneegrenze erreicht und bei 1423m den Pass. Hier im Dauerschnee und dem Gletscher in der Ferne, ist richtig Wintersport.
Auch deutsche Wintersportler, die mit dem Adler auf der Brust, trainieren hier z.Zt.
Abwärts wieder unzählige Haarnadelkurven, die wir bergauf nicht hatten, auf sehr schmalen Straßen.

 

 

 

Wir erreichen den kleinen Fährhafen in Solvorn nach einer Fahrt mit Æ45km/h. Wir parken hier und nehmen die Fähre nach Urnes als Passanten. Überfahrt hin und zurück mit Mobil 60€, als Passant 8€.

In Urnes geht es gut einen Kilometer bergauf, zu der ältesten Stabkirche Norwegens (UNESCO-Welterbe). Die Stämme hierzu wurde 1129 eingeschlagen; sie ist also nur ca. 30 älter als die von Lom.
Herausragend an dieser Kirche sind die Schnitzereien an der Nordwand, mit ineinander verschlungenen Tieren.

 

 

 

Der Nachmittag ist noch jung und so beschließen wir noch ein bisschen zu fahren. Aber, oh Schreck, die Starterbatterie sagt keinen Ton mehr. Ich habe vergessen, dass Licht auszuschalten und in den 5½ Stunden ist sie leer gelutscht. Mein Mobil hat aber einen Überbrückungsschalter von der Aufbau- zur Starterbatterie. Obwohl zig Jahre nicht benutzt, hat es aber funktioniert. Das war toll!
Nach einer schönen Strecke, Fähre und dann am Fjord entlang –Straßenbreite nur so ca. 2,50m, allerdings mit häufigen Ausbuchtungen, finden wir in Vik einen schönen Platz am Fluss.
Tageskilometer: 189  GPS: N61°05‘15‘‘  E06°35‘08‘‘  Wetter: sonnig, leicht bewölkt, 20°C

 

 

Montag 20.06.: Wir reisen bei blauem Himmel los, durch ein schönes langes Tal und dann langgestreckt hinauf in den ewigen Schnee. Auf diesem Hochplateau fahren wir ca. 25 Kilometer und dann steil hinab ins nächste schöne Tal und entlang des Fjords.

Wir passieren unzählige kurze Tunnel und werden in Bergen mit Regen empfangen. Der Stellplatz kostet 16,50€ inkl. Strom und V/E.

Am Nachmittag nutzen wir erstmals den Regenschirm auf dieser Reise und fahren mit der exklusiven Straßenbahn ins Zentrum (8€, 2 Personen hin und zurück).
In der Tourist Info erfahre ich, dass es hinauf zum Preikestolen keinen Eseltripp mehr gibt. Also gestrichen; mit der neuen Hüfte geht es leider nicht mehr zu Fuß.

 

Wir machen einen Gang ins Hanseviertel und über den mit Überangeboten bestückten Fischmarkt.
 

 

 

Wegen des Dauerregens ist der Aufenthalt recht kurz und die Bahn bringt uns flott zurück zum SP.
Tageskilometer: 173  GPS: N60°21‘16‘‘ E05°21‘29‘‘   Wetter: sonnig, Dauerregen, 14°C

 

 

Dienstag 21.06.: Weil wir gestern die Tunnel nicht gezählt haben, fahren wir zurück nach Voss und durchfahren 31 Tunnel auf 100 Kilometer.
Ab Voss lassen wir den Regen hinter uns. Später durchfahren wir einen 8 Kilometer langen Tunnel mit einer Kreiselverzweigung.
Am Ausgang des Tunnels überfahren wir den Eidfjord auf einer 1,4 Kilometer langen Brücke. Der ganze Spaß kostet 66€!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute ist Tunneltag. Wir schrauben uns vom Fjord aus fast nur in Tunnels auf Schneehöhe.

Oben angekommen überrascht uns bei Voringfoss ein Dreierwasserfall, der über 182m hinabfällt und
Hermi findet einen neuen Freund.

 

Wir fahren über 50 Kilometer über die Hochebene an vielen Seeen vorbei, bis wir wieder ins nächste Tal absteigen.
In Gol finden wir einen schönen Platz im Grünen und freuen uns auf das Fußballspiel D-NIRL.
Tageskilometer: 293  GPS: N60°2‘06‘‘  E08°58‘28‘‘  Wetter: Regen, wolkig-sonnig, 18°C

 

 

 

 

Mittwoch 22.06.: Nach gemütlicher Fahrt erreichen wir gegen Mittag Arnes und werden von Arne (ein Freund unseres Sohnes Klaus) freundlich empfangen. Sein Anwesen steht mitten im Wald an einem See. Der See hat reichlich Fisch, hauptsächlich Barsch und Hecht, aber Arne geht lieber an die Flüsse, um Forellen zu angeln. Arne, ein ehemaliger Polizist mit Spezialaufgaben, ist vielseitig begabt und hat das Haus (früher eine Schule) in Eigenarbeit umgebaut. Nach dem Mittagessen, das Hermi vorbereitet hatte, ist Augenpflege angesagt. Anschließend wird der Wald und See erkundet. Zum Abendessen serviert Arne ein Curry-Gericht und es wird lange geklönt, mit Blick auf den See.
Tageskilometer: 220,  GPS: N60°07‘17‘‘  E11°36‘56‘‘  Wetter: sonnig, leicht bewölkt 19°C

 

  

 

Donnerstag 23.06.: Oslo ist schnell erreicht. Wir parken weit oberhalb des Holmenkollen (H471m). Mit der Bahn fahren wir ins Zentrum (40min). Unser erstes Ziel ist das königliche Schloss. In dem schönen Park gehen wir spazieren, bis pünktlich um 13.30 Uhr die Wachablösung stattfindet.

   

Sie ist sehr stattlich und kommt mit großer Musikkapelle und vorn und hinten von Reiterinnen eskortiert, die breite Auffahrt hoch. Die eigentliche Ablösung ist eine gekonnte Zeremonie, die geschlagene 20 Minuten dauert.

 

 

Nach dieser Attraktion gehen wir am Parlament vorbei zum Hafen. Hier sehen wir das Nobel Friedenshaus Auf der anderen Seite steht das imposante Rathaus.

     

Nach einem Bummel über die bekannte Karl-Johanns-Gate gehen wir zurück zum Nationaltheater und fahren mit der Bahn wieder zurück.
Den späten Nachmittag verbringen wir im Grünen an unserem Mobil.
Tageskilometer: 78  GPS: 59°58‘32‘‘  E10°39‘59‘‘  Wetter: sonnig, bewölkt 18°C

 

Freitag 24.06.: Wir verlassen Oslo bei völlig bedecktem Himmel. Die E6 bringt uns schnell südwärts und wir haben uns heute Asa als Zielort ausgesucht. Wir finden einen großen Parkplatz direkt am Kattegat. Seit drei Tagen ist kalendarischer Sommer und das lassen sich die Schweden nicht zweimal sagen; es wird fleißig gebadet. Sie sitzen auch in diversen Gruppen zusammen und feiern schon die Mittsommernacht. Nach einem Bummel entlang den Klippen und dem Treiben der Schweden zugesehen, ist sonnenbaden am Mobil angesagt.
Tageskilometer: 325  GPS: N57°20‘33‘‘  E12°07‘50‘‘  Wetter: stark bewölkt, später sonnig, 26°C

  

Samstag 25.06.: Die E6 bringt uns weiter südlich bis nach Hittarp (Nahe Helsingborg). Der kleine Parkplatz liegt direkt am Kattegat und hinter uns liegt ein Naturreservat, indem es ein paar schmale Pfade gibt und das sich sonst selbst überlassen bleibt. Schiffe aller Art fahren reichlich vorbei, Kormorane sitzen auf der Landzunge und einen Falken können wir beim Beutezug auf Mäuse beobachten. Da wir hier recht abseits stehen, bekommen wir von der heutigen Mittsommernacht, die überall gefeiert wird, nichts mit.
Tageskilometer: 176  GPS: N56°06‘04‘‘  E12°37‘55‘‘  Wetter: bewölkt, sonnig schwül 27°C

 

 

 

Es ist heute unser letzter Tag in Schweden und so ziehen wir ein kleines Resümee: Schweden und Norwegen sind sehr schöne Länder, wobei die norwegische Landschaft einiges mehr zu bieten hat. Die Fjorde, Berge und Seen hat Schweden in dieser Schönheit nicht. Wir waren jeden Tag wieder neu begeistert. Sehr schön anzusehen sind die vielen verstreut liegenden Häuser und Bauernhöfe. In Schweden sind sie zumeist rotbraun und in Norwegen sehr häufig dunkelbraun gestrichen.
Für die Straßen; die wir gefahren sind; vergeben wir für Schweden die Note 1a und für Norwegen 2. Auf allen Straßen haben uns immer wieder Lupinen am Straßenrand begleitet. Wir haben auch viel Elche gesehen, allerdings ur auf Schildern!

 

Die Schweden und Norweger haben ein einfaches Mautsystem. Man wird automatisch erfasst und bekommt irgendwann die Rechnung nach Hause geschickt. Auch die Blitzeranlagen sind sehr freundlich; sie werden immer vorher angezeigt. Die Fahrkosten in Norwegen sind recht hoch, da man häufig Fähren benutzen muss, mit gesalzenen Preisen. Hier gibt es auch wesentlich häufiger Mautstrecken als in Schweden. Das Fahren ist sehr bequem, da der Verkehr relativ gering ist und die Höchstgeschwindigkeit meistens bei 80 oder 90km/h liegt. Es wird allgemein sehr defensiv gefahren.
Die Preise für den täglichen Bedarf sind in Schweden etwas höher und in Norwegen etwa zwei bis dreimal so hoch wie in Deutschland.
Das Wetter war insgesamt sehr gut. Leider in Kristiansund bewölkt, wo ich unbedingt den Sonnenuntergang fotografieren wollte und in Bergen hatten wir Dauerregen.

Sonntag 26.06.: Der letzte Besuch auf dieser Reise gilt Kopenhagen. Die Fähre Helsingborg-Helsingör (105€ für 5km) erreichen wir schnell. Wir nehmen den SP Camping City (30€ inkl. alles)
Gegen 11 Uhr beginnen wir unsere Stadtbesichtigung. Zuerst gehen wir gut einen Kilometer bis zur Wasserbus-Station. Wir lassen uns eine Stunde über den Kanal schippern und genießen das Flair vom Wasser aus (3,22€/P). Wir passieren u.a. den Bereich >Nyhavn< , mit den Hausbooten und den schönen Häusern, die moderne Oper und steigen auch am Kastell, wo man zur >Kleinen Meerjungfrau< laufen kann, nicht aus.

 

Auf der Rückfahrt verlassen wir das Boot an der Schlossinsel. Hier stehen die Sehenswürdigkeiten (Bibliothek, Börse, mehrere Museen, Schloss und Parlament) dicht gedrängt. Der Besuch des Turmes ist langwierig. Es werden immer nur maximal 40 Personen eingelassen und die Kontrolle ist so streng, wie am Flughafen. Der Turm ist groß und mit Fahrstuhl ausgestattet; nur die letzten Meter müssen über eine Treppe (40 Stufen) bewältigt werden. Auf den einzelnen Etagen sind u.a. Plastiken ausgestellt. Die Aussicht über vier Seiten, mit Abbildungen und Erklärungen, ist grandios.

Nun meldet sich zum zigsten Mal der Magen und so nehmen wir im Restaurant Katz einen Burger (16€), groß und schmackhaft.

 

 

 

 

 

Gestärkt bummeln wir zum Stadtzentrum. Hier steht das sehr schön Rathaus mit der vergoldeten Statue des Stadtgründers.
Nicht weit entfernt ist der Vergnügungspark >Tivoli<. Wir sehen ihn nur von außen; die Strapazen eines Besuches sind uns zu groß.
So ziehen wir weiter zur Zentralstation und nehmen den Bus 34 zurück zum SP. Hier erwartet uns nun bald das Fußballspiel Deutschland-Slowakei.
Tageskilometer: 68  GPS: N55°39‘15‘‘  E12°33‘18‘‘  Wetter: bewölkt, später sonnig, 24°C

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Der Reisebericht endet hier. Morgen werden wir wieder unser Heimatland erreichen! Tschüß bis bald.
Euer Oker-Löwe