Sonderfahrt September 2010
ins Sauerland
Ausrichterin: Lore Lachner

...nachdem sie ihre Rasselbande aufgeklärt hat,
ist dringend ausruhen nötig.

Teilnehmer:
Harald Ahrens
Herbert Danne/Marianne Weldt
Rosemarie & Edwin Daum
Sonja & Karl Felske
Barbara Grünewald
Monika & Gerd Hanft
Annemarie & Josef Juraszczyk
Erika & Siegfried Pfohl
Hermi & Manfred Weber
So 05.09.: Pünktlich um 15 Uhr verlassen wir den SP in Rinteln, der am Wochenende unser Clubfahrt-Domizil war und machen uns auf den langen Weg (164km) nach Hemer auf den SP Lönnetalstraße. Dort angekommen gibt es ein fröhliches Wiedersehen und Begrüßungstrunk von Karl und Lore. Zur Stärkung reicht uns Monika noch Häppchen -Ei auf Pumpernickel-. Bei warmen Wetter lassen wir den Abend vor den Mobilen ausklingen.

Mo
06.09.: Gegen 10.30 Uhr Abmarsch ins Städtchen zur Landesgartenschau NRW.
Die Fußlahmen wurden von Lore mit dem Mobil hingebracht.
Der heftige Eintrittspreis von 12€/Person ist wohl etwas zu hoch gegriffen
für die Gegenleistung. Nach subjektiver Meinung einiger, wurde die
Landesgartenschau Niedersachsen in Bad Essen besser beurteilt.
Gegen 13 Uhr trafen als Nachhut noch Pfohls ein, so dass wir nun komplett sind.
Zur Kaffeezeit waren auch die Gartenschaubesucher wieder am SP zurück und bei
herrlichem Spätsommerwetter wurde relaxt, gezockt und gequatscht. Am Abend
lockte die Gaststätte >Mettgenpin< mit einem schönen Biergarten. Also hin! Es
gibt leckeres Essen und Trinken a la Bayern. Sonja bestellt sich etwas
Besonderes: Ein >König Ludwig Dunkel<, aber ein HELLES bitte! Selbst die
Kellnerin fragte: „Gibt es das denn?“ Zurück an den Mobilen noch einen Absacker
und dann, >ab nach Bett<.
Di 07.09.:
Ein Hopser von 28 Kilometern und wir sind in Hagen, P Mäckingerbach und besuchen
das Freilichtmuseum. Idyllisch im Wald gelegen, zieht sich das Museum über ca.
2,5km hin. Es gibt sehr viele Gewerke zu besichtigen, die als originale
Werkstätten der vergangenen Jahrhunderte hierher versetzt worden sind. Ein
großer Teil der Werkstätten sind in Betrieb und so wird gezeigt, wie man früher
Gerätschaften herstellte, wir z.B. Nägel, Sensen, Bohrer, Schuhe, Seile usw.
usw.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Altena und beziehen Quartier auf dem SP
Pragpaul. Am Abend wird grüppchenweise Fußball gesehen, Deutschland gegen
Asebaidschan; Ergebnis 6:1. Jedes Tor wurde gebührend begossen. Die Herren Löw
und Co. wussten schon, dass wir Durst hatten.
Mi
08.09.: Pünktlich um 10 Uhr werden wir von zwei Großraum-Taxis zur
Burgbesichtigung
abgeholt. Her Schönherr führt uns entgegen der üblichen sauerländischen
Langsamkeit, mit sehr schnellem Mundwerk und sehr sachkundig durch die überaus
reichlich ausgestattete Burganlage, deren Anfänge bereits im 12. Jhd. errichtet
wurden. Hier ist auch das Mutterhaus der >Deutschen Jugendherbergen<. Es ist in
einem Flügel der Burg eingerichtet worden und im Original erhalten.Anschließend
wurde im Burgrestaurant zu Mittag gegessen. Allgemeiner Tenor: Nicht besonders
gut. Der Gang zum Deutschen Drahtmuseum
dauerte nur wenige Minuten und unsere Burgkarten hatten auch hier Gültigkeit. Am
Interessantesten war hier die Technik zu sehen, wie die Drähte auf ihre Stärke
und Form gebracht werden. Aber auch die zigtausend Möglichkeiten der Verwendung
vom Kettenhemd bis zum Supraleiter ist uns vor Augen geführt worden. Der Gang
durch die Fußgängerstraße und weiter zum Mobil, wurde leider wieder durch
leichten Regen gestört. Am späten Nachmittag klarte es auf und so hoffen wir auf
besseres Wetter.
Do 09.09.:.
Durch enge Straßen, bergauf und bergab geht es nach Attendorn (45km). Wir
beziehen Quartier auf dem P an der Attahöhle, die wir besichtigen wollen. Es ist
eine wunderschöne Tropfsteinhöhle, die Anfang des 20. Jhd. bei Sprengarbeiten
zufällig entdeckt wurde. Die Schönheiten dieser ausgedehnten Höhle ist leider
nur unvollkommen auf Bildern festzuhalten.
Vor der Höhle wartet bereits das Bigolino auf uns, und bringt uns an den
Schiffsanleger am Biggesee. Die zweistündige Rundfahrt genießen wir bei Essen
und Trinken und gehen bei trockenem Wetter wieder an Land. Das Bigolino wartet
schon auf uns und bringt uns zu den Mobilen zurück. Edwin darf vorn beim Fahrer
sitzen, den er gleich zu quatscht, so dass dieser bekannt gibt: „Nun muss ich
meinen Beifahrer erst mal ruhig stellen, damit ich meine Durchsagen machen
kann.“ Nach einer Stunde Augenpflege geht´s in Örtchen ein bisschen
Bügelschieben. Es ist wieder warm und trocken geworden, so dass wir den Abend in
gemütlicher Runde vor den Mobilen verbringen.

Fr 10.09.: Einmal kurz Gas gegeben und wir sind in Olpe (15km). Auf dem P am
Schwimmbad neben dem SP, Seeweg, ist für uns ein Bereich abgesperrt, so dass wir
uns bequem einrichten können. Wir sind für 11 Uhr zu einer Stadtführung
verabredet, die wir geschichtlich mit einem Rundgang am Denkmal beginnen
und eigentlich haben wir damit auch schon alles gesehen.
Alle freuen sich auf den Badegang am Nachmittag, der auch nicht zu viel
verspricht. Man kann gut schwimmen und diverse Sole-Whirl-Pools, Sauna und
Röhrenrutsche (94,5m) benutzen. Hier machen wir auch das Gruppenfoto des Jahres.
Den Abend genießen wir im Biggepavillon bei Flammkuchen und Federweißen.


Sa 11.09.: Hoch geht´s in die Berge auf 657m nach Lützel. Ein kurzer Fußweg
zum Gillerbergturm (72 Stufen) und die etwas fußläufigeren gehen weiter bis zur
Ginsburger Ruine. Anschließend gibt es Vesper und eine Backvorführung an den
Mobilen. Gegen 16 Uhr fahren wir weiter nach Oberhundem zum Rhein-Weser-Turm.
Hier auf 680m Höhe steht der massige Turm, mit guter Gaststätte im Parterre.
Hier schmausen alle kräftig und hinterher gemütliche Runde vor den Mobilen.


So 12.09.: Heute Morgen ist pilzsuchen angesagt.
Auf dem Bildchen sehr ihr
einerseits die fleißigen Pilzsucher und andererseits die Pilsgenießer.
Nach der
Turmbesteigung (113 Stufen) geht es auf die kurvenreiche Strecke nach
Schmallenberg.

Kurz zuvor legen wir noch einen Stopp in Fleckenberg ein. Der P ist voll belegt,
so dass wir 10 Mobile verkehrswidrig auf einem schmalen Weg parken. Hier wird
heute, am Tag des offenen Denkmals, das zehnjährige Bestehen des Besteckmuseums
gefeiert. Die Firma Hesse hat hier bis 1982 produziert. Im Museum erhalten wir
eine original Vorführung, wie ein Löffel aus einem Stück 18/10 Stahl hergestellt
wird. Bis zur endgültigen Fertigstellung geht das Werkstück über ca. zwanzig
Stationen. Alle Maschinen sind noch original erhalten und betriebsbereit; sie
laufen alle über eine wasserangetriebene Kraftanlage, die den Strom herstellt
und alle Maschinen werden über Transmissionsriemen angetrieben. Dieses
technische Museum ist äußerst sehenswert. Der Aufenthalt dauert etwas länger als
geplant, da das Beiprogramm mit einer Musikkapelle, Chor, vielen Torten und
Kuchen, Bratwurst, Steak und Eintopf
zum Verweilen einladen.

In
Schmallenberg gehört der P an der Stadthalle uns, so dass wir bei sonnigem
Wetter eine MiniWini Torte –gesponsert von Annemarie- in geselliger Runde
genießen. Zwischendurch haben wir noch schnell Barbaras Mobiltür repariert; nun
kann sie wieder durch das Haupttor ein-und aussteigen. Der anschließende Gang
durchs Städtchen fällt etwas kürzer aus, da der Himmel sich bezieht und mit
Regen droht. Besonders stolz ist Schmallenberg auf seine frühere Münzprägezeit.
Das Holzzentrum ist heute, weil Sonntag, leider geschlossen.
Übrigens,
die Pilze wurden auch heute Nachmittag geputzt und nun getrennt gebraten, aber
gemeinsam verputzt. Hierzu haben wir drei Markisen ausgefahren und uns gemütlich
eingerichtet, denn es regnet ziemlich heftig. Aber es ist relativ warm, so dass
wir nach dem Essen lange aushalten, denn die Runde ist heute besonders fröhlich.
Ob das daran liegt, dass es vielleicht die letzte Pilzmahlzeit war? Auf jeden
Fall wird mit vielen >Bachmännern und Frühstückskörnern< dagegen gehalten. Spät
geht es mit >Kein schöner Land< ab nach Bett!
Mo 13.09.:
Wir klarieren unseren Festplatz und fahren weiter nach Winterberg. Dies ist der
höchste Punkt auf unserer Fahrt durch das Land der tausend Berge, wie das
Sauerland auch genannt wird. Wir sind sagenhafte 841m hoch.
Mit der Jakobus-Bimmelbahn fahren wir die ca. 5km hinunter nach Winterberg und
bummeln durch diesen völlig auf Tourismus eingestellten Ort. Zwischenstopp ist
auf dem Berg Kappe, der einlädt zur Sommerrodelbahn u.a. Erlebnissen. Am frühen
Nachmittag kehren wir zu den Mobilen zurück. Der Abend wird im Restaurant
Astenturm gestartet. Nach dem opulenten Abendessen haben wir noch einen kleinen
Spaziergang zu der Lenne-Quelle gemacht. Danach noch einen Absacker von Lore und
Rückzug in die Mobile.

Di
14.09.:
Seit heute Nacht windet
und regnet es kräftig. Nach dem schönen Tag gestern lernen wir den Kahlen Asten
so kennen, wie er sich oft darstellt; richtig garstig. Wir fahren nach Willingen
und haben hier gute Sicht. Also, wer zu Fuß kann, (Sigi und MOF) hinauf zur
Sprungschanze (689 Stufen) bis zur Kabinenstation
und die Aussicht genießen; weiter geht es nicht zu Fuß.
Jetzt sind es nur noch 14km bis nach Bruchhausen, unserem heutigen Etappenziel.
Auf der Strecke passieren wir noch die Ruhr-Quelle.

Um 12.30 Uhr bekommen wir
von Herrn Kramer eine Lehrstunde der Braukunst in der Hofbrauerei. Das
Dunkelbier und das Brot, gebacken aus Treber (300gr.) und Sauerteich (450gr) mit
Schmalz belegt, ist eine Hochzeitsnacht auf der Zunge.

Das Wetter hat aufgeklart, so dass wir am Nachmittag noch ein Gang durch die
Gemeinde machen. Besonders schön ist der Rosengarten und der Schloßhof.
Gegen 18 Uhr gehen wir zur Fischerhütte. Hier sollte uns ein westfälischer Abend
geboten werden, mit Lagerfeuer, Vogelschießen usw., das leider wetterbedingt
ausfallen musste. Aber es gab Spieß- und Hackbraten, die in Papier eingewickelt
im Kohlefeuer gebraten wurden. Hierzu gab es Krautsalat und das oben
beschriebene leckere Treberbrot.

Mi
15.09.: Weiterfahrt nach Büren. Wir beziehen den schönen Stellplatz an der
Aftestraße.
Leider ist die Entsorgung verstopft, aber nach einem Anruf bei der Stadt, kam
nach wenigen Minuten ein Kontrollfahrzeug. Es wurde ein Rohreinigungsdienst
beauftragten und bald darauf war alles zur Zufriedenheit erledigt. Hierfür an
die Stadt Büren einen herzlichen Dank.
Gegen 11.30 Uhr holte uns die Stadtführerin an den Mobilen ab und wir erlebten
eine Stadtführung, wie man sie selten bekommt. In einer überaus herzlichen und
lockeren Art vermittelte uns Frau Ising die Geschichte und die
Sehenswürdigkeiten Bürens.
Das Wetter hat sich wieder einen leichten Sommerhauch gegeben, so dass wir den
Nachmittag an den Mobilen faulenzen.
Am Abend gibt es in gemütlicher Runde eine Riesenkaltschale Sangria, spendiert
von Hermi.

Do 16.09.:
Gegen Mittag rauschen wir ab nach Paderborn-Sande. Auf dem Stellplatz am
Lippesee bauen wir
eine schöne Wagenburg und bereiten uns auf den Abschlußabend vor. Am Nachmittag
bekommt Harald Order, Kuchen zu holen und
wie man sieht.hat er den Laden wohl leergekauft.

Für Lore haben wir ein
kleines Dankeschön vorbereit. Das neue Buch >Glück kommt selten allein<
(Eckehard von Hirschhausen) und ein Winterberger Glückswichtel sollen der Lore
etwas Freude bereiten.
Wir danken jedenfalls ganz herzlich für diese mit viel Sorgfalt ausgearbeitete und durchgeführte Sonderfahrt. Sie hat uns allen viel
Spaß gemacht und ist hoffentlich für andere ein Ansporn es nachzumachen.
Am
Abend kommt alles was noch zum Naschen und Trinken da ist, auf die Tische. Der
Regen kann uns nichts anhaben und so feiern wir Abschied und alle gehen selig ab
nach Bett.
Freitag 17.09.: Individuelle Abreise. Hörbi und Oker-Löwe bleiben noch und so machen wir einen Gang um den See (ca. 6km).
Euer Oker-Löwe
